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II. Klasse, 3. Ordnung.
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Kennzeichen. Eiförmige oder länglich lanzettliche, gekerbte, runz-lige, weissfilzige Blätter, welche stark und eigenthiimlich riechen und ge-würzhaft, bitterlich und adstringirend schmecken.
Eigenthümliche B es tandtheile. Aetherisches Oel, Bitter- undGerbstoff.
Eine Verwechselung ist der charakteristischen Kennzeichen derBlätter wegen wohl nicht leicht möglich.
Rorismarinus officinalis L.
Natürl. Syst. Dicotyleae. Monopetalae, corolla hypogyna. Labiatae.
Gatt. Rorismarinus L. Blumenkrone lippenförmig; zwei Staub-gefässe; das Verbindungsband kurz, einfach zahnförmig geen-det; der Kelch lippenförmig.
Art. Rorismarinus officinalis L. Ein Strauch mit sitzenden,linienförmigen, ganzrandigen, am Rande umgerollten sehr runzligen Blät-tern , welche unterhalb dicht weissfilzig sind. Die Scheinwirtel trauben-förmig, die Kelche weissgrau, die Blumenkrone blassblau.
Davon officinell: Folia rorismaiini.
Folia seu herba rorismarini.
Synon. Folia seu herba anthos. Rosmarin.
Herkommen. Rosmarin wächst vielfach auf Hügeln des südlichenEuropas und stammt aus dem nördlichen Afrika. In Deutschland wird erin Gärten gezogen, findet sich auch hin und wieder verwildert.
Kennzeichen. Lederartige, linienförmige, sehr runzlige, oberhalbbräunlich grüne, unterhalb dicht und kurz weissfilzige Blätter, mit umgeroll-tem Rande. Ihr Geruch ist durchdringend camphorartig, gewürzhaft.
Eigenthümliche Bestand theile. Aetherisches Oel.
Eine Verwechselung ist nicht gut möglich. Von den nur demNamen nach mit ihm verwechselbaren Blättern des wilden Rosmarins (Le-dum palustre L.) ist Rorismarin durch die filzige Unterfläche, welche jenemfehlt, zu unterscheiden.
3. Ordnung. Trigynia.
Piper nigrum L.
Natürl. Syst. Monocotyleae, staminibus hypogynis, Piperitae.Davon officinell: Fructus piperis nigri et albi.
Fructus piperis nigri.
Synon. Piper nigrum. Pfeffer, schwarzer Pfeffer.
Herkommen. Der Pfefferstrauch ist in Ostindien heimisch und wirddort zumal auf den Sunda - Inseln gebaut. Man sammelt die grünlichenunreifen Beeren und trocknet dieselben. Sie stellen den schwarzen Pfeffervor. Der Pfefferhandel ist zum grössten Theil in den Händen der Hol-länder.
Kennzeichen. Der schwarze Pfeffer hat die Grösse einer kleinenErbse ist tief runzlig schwärzlichgrau bis schwarzbraun. Im Querschnittsieht man das schwärzlichgraue Beerenfleisch und das weissliche Eiweiss.
Eigenthümliche Bestandteile. Piperin, ätherisches Oel.
Verfälschungen kommen nur in dem gemahlenen Pfeffer vor.Dieser ist zuweilen mit gefärbter Sägespreu, oder mit andern indifferentenund billigen vegetabilischen Stoffen gemengt.