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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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Alter und Lagerung der Gesteine.

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stallinischen Schiefergesteine überall verbreitete Gesteine sein. Dies ist auchthätsächlich der Fall.

Würde nach Bildung der ersten festen Erddecke durch die krystalli-nischen Schiefergesteine die Weiterbildung der Erddecke nach Innen durchgleichmässig fortschreitende Erkaltung, nach Aussen durch allmäligesgleichmässiges Lösen und Ablagern entstanden sein, so würden wir dasAlter der Gesteine von dem Zeitpunkte der Bildung der krystallinisehenSchiefergesteine nach dem Innern der Erde und nach Aussen zu gleich-mässig verfolgen können. Die letzten erkalteten Schichten nach Innen zuund die letzten abgelagerten Schichten nach Aussen zu, müssten die jüng-sten , die dazwischen liegenden im Verhältnisse jünger oder älter sein. Wiewir gesehen haben, ist aber weder die Erkaltung nach Innen zu, nochdie Ablagerung nach Aussen zu, ohne Störung, vielmehr unter gewaltsa-men heftigen Reactionen und Revolutionen vor sich gegangen, so dassdie Lagerung der Gesteine über und unter einander nicht immer auch zu-gleich das Alter derselben anzeigt.

Krystallinische Massen- oder Eruptiv-Ges (eine. Diekrystallinisehen Massengesteine sind gebildet worden, aus der bei der Bil-dung des krystallinisehen Schiefergesteines noch flüssig gebliebenen Erd-masse. Der zusammenpressende Druck der festwerdenden Erddecke ist dieUrsache des Hervorquellens gewesen. Die flüssige, oder gallertartigbreiigeMasse ist in ungeheurer Menge hervorgedrungen und im Hervorquellen er-kaltet. Es fehlt diesen Gebilden jede Schichtung; daher der Name M as-senge birge. Die Bestandtheile derselben sind jenen der krystallinisehenSchiefergebirge ähnlich, nur waren es die weniger streng flüssigen Si-licate. Beim Erkalten schieden sich die Gebilde in Krystallen, oder inkrystallinischem Zustande aus, daher die Bezeichnung krystallinischeMass enges feine. Zwischen der Bildung der krystallinisehen Schie-fergesteine und dem Hervordringen der Massengesteine mögen tausend-jährige Zeiträume liegen. Nach Aussen zu war inzwischen die Bildungneptunischer Gesteine erfolgt. Auf dem Wege, den die krystallini-sehen Gesteine bei ihrem gewaltsamen Hervordringen nahmen, durchbra-chen sie nicht nur die krystallinisehen Schiefergesteine, sondern auch nep-tunische Gesteine, und indem sie sich über dieselben ergossen, überdecktensie dieselben. Wir finden Granit in fast allen Fällen, ganz besonders aberin den jüngsten krystallinisehen Massengebirgen der Anden, über Sedi-mentgesteine lagern. Einige Sedimentgesteine (Grauwacke) sind daher äl-ter als die krystallinisehen Massengesteine.

Sediment oder Schichtgesteine. Weil die Sedimentgesteinesich durch Ablagerung aus dem Wasser gebildet haben, so müssen sie inparallelen übereinander gelagerten Schichten entstanden sein. Diese Schich-tung ist thätsächlich auch in ihrer Struktur vorherrschend und man be-zeichnet im Allgemeinen die Sedimentgesteine auch als S chi ch tges teine,oder als geschichtete Gesteine. Wegen ihrer Bildung aus dem Was-ser heissen sie im Allgemeinen auch Flötzgesteine.

Aelteste Sedimentgesteine oder Ueb ergangsge birge. AlleSedimentgesteine müssen natürlich jünger sein, als die krystallinisehenSchiefergebirge, weil sie erst aus jenen sich gebildet haben. Auch ihreLagerung muss in Beziehung zu den krystallinisehen Schiefergebirgen da-von abhängig sein. Die Sedimentgesteine, auch die ältesten derselben, dasUebergangsgebirge, (Grauwackengestein) liegen immer über dem krystalli-nisehen Schiefergebirge.

Flötzgesteine. Die Sedimentgesleine müssen, nach dem Gesetzder Schwere, bei ihrer Bildung als Absatz aus dem Wasser nothwendig in