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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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783
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Gruppe: Chrom, Mangan, Eisen.

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bezeichnet werden, dient zum Poliren, bekannt ist das feste Steinmark odersächsische Wundererde von Planitz in Sachsen.

3. Ordnung.

Mineralien der Erzmetalle.

Gruppe: Chrom.

Chromeisenstein. Wenn er rein ist, besteht er aus Chromoxydund Eisenoxydul FeOCr0 3 . Kry stallform Octaeder. Er kommt in gros-seren Massen mit Magneteisenstein, in kleineren Massen mit (alkigem Ge-stein vor. Spec. Gew. 4, 5. Härte 6, unschmelzbar. Fundorte: Schlesien, beiSilberberg, Schottland auf den Inseln Fetler und Unst, am Ural, in derTürkei und in Nordamerika.

Verwendung. Zur Darstellung des zweifach chromsauren Kali.

Gruppe: Blangan.

Graumanganerz, Pyrolusit, gewöhnlich Br aun s t ein genannt,besteht zumeist aus Manganhyperoxyd. Härte 2. Farbe schwarz. Sp. G.4,34, 4 . Bruch uneben. Strich schwarz. Vorkommen als blättrigesstrahliges, dichtes, erdiges Graumanganerz. Krystallisirt, in rhom-bischen Säulen mit Metallglanz, heisst er Pyrolusit. Auf Gängen im Flötz-und Uebergangsgebirge. Fundorte: Ilmenau und Ihlefeld in Thüringen,Ungarn, Schweden. England.

Verwendung. Sauerstoffdarstellung. Chlorerzeugung. Mangansalze.

Andere Mangan-haltende Mineralien sind: Hausmannit Mangan-oxydnxyduJ, Braunit Manganoxyd, Manganit Manganoxydhydrat, Man-ganglanz Schwefelmangan, Manganspath kohlensaures Manganoxydul.

Gruppe: Eisen.

Gediegenes Eisen, als eigentliches Mineral nur sehr selten, in Formvon Blättchen und Körnchen in Quarz eingesprengt, in Nordamerika undneben Platin im Ural. Gediegenes Eisen kommt im Meteoreisen d. h.als Eisenmassen vor, die einstens als Meteore auf die Erde fielen unddurch die Reibung mit der die Erde umgebenden atmosphärischen Luftglühend und leuchtend werden. Es ist nie ganz rein, sondern erhält alsständige Begleiter: Kobalt, Nickel, auch Chrom und Phosphoreisen. Eskommt in Massen, oder eingesprengt in den Meteorsteinen vor, welcheletztere dann aus Olivin, Augit, Hornblende etc. bestehen. Die Farbedes Meteoreisens ist hellgrau, metallisch glänzend. Bruch hackig. Esist dehnbar und schweissbar. Sp. G. 7,37,8. Fundorte: In Sibirien istvon Pallas eine Masse von 14000 Pfund Meteoreisen aufgefunden worden.Auch in Amerika, Grönland, Afrika hat man Meteoreisen gefunden.

Magneteisenstein. Eisenoxyduloxyd FeO.Fe 2 0 3 . Krystallisirtin kubischen Octaedern, oder kommt in dichten derben Massen vor. Farbeeisenschwarz, undurchsichtig. Bruch muschelig. Sp. G. 4,95,2. Es istmagnetisch. Vorkommen in Massen von grosser Ausdehnung im Urge-birge. Fundorte: Schweden, Tyrol.

Verwendung. Es giebt das reinste und geschätzteste schwedischeEisen.

Rotheisenstein. Eisenglanz, Eisenoxyd, Fe 2 0 3 . Krystallformspitze Rhomboeder. Farbe roth bis stahlgrau, schwarz, glänzend, spie-