Systematik.
Opal etc. Andere Schmucksteine sind: Bergkrystall, Amethyst, Karneol,Chrysopras, Achat, Onyx, Lasurstein etc.
Zur Darstellung der Metalle dienen die Erze. Die Metalleordnet man nach ihrer Wichtigkeit im Haushalte der Völker folgendermassen :Eisen, Kupfer, Zink, Blei, Zinn, Quecksilber, Silber, Gold, Platin, Antimon,Wismuth, Nickel, Kobalt, Chrom, Arsenik, Mangan.
Farbematerialien liefern: Kalk, Kreide, Thon, Eisenocker, Grün-erde, Graphit etc.
Arzneistoffe bieten die Mineralien in grosser Anzahl. Wir wer-den dieselben in der speciellen Oryktognosie kennen lernen.
Töpfergeschirr fertigt man aus Thon, Fayence aus weissem Thon,Steingut aus zusammensinterndem Thon, Porzellan aus Kaolin oder Porzel-lanerde
Glasmaterial: Reine Kieselsäure, Bergkrystall, Quarz als Kiesel-stein oder Sand.
Systematik.
Mineralogische Systeme. Wie die Pflanzen und Thiere so theilfcman auch die Mineralien nach Klassen, Ordnungen, Familien, Gruppenund Arten. Eine solche Eiatheilunsr nennt man ein mineralogischesSystem.
Man unterscheidet künstliche, natürliche und gemischte mine-ralogische Systeme.
Künstliche Systeme sind solche, in denen die Mineralien nacheinem oder nach einigen wenigen Merkmalen geordnet sind z. B.nach der Härte.
Natürlich ist ein System, wenn alle wesentlichen Merkmaleder Mineralien zugleich in der Anordnung berücksichtigt werden.
Gemischte Systeme sind solche, welche künstliche und na-türliche Abtheilungen zugleich enthalten. Die meisten künstlichen undgemischten Systeme sind chemische Systeme und zwar entweder reinchemische, mit Ausschluss aller nicht chemischen Merkmale, oder nur mitchemischer Grundlage und mit chemischen und physikalischen Merkmalen.
Dem vorliegenden Zwecke unseres Lehrbuches entspricht ein solchesSystem am meisten, welches sich seiner Anordnung nach auf chemischeGrundlagen stützt.
Art oder Species. Die Abtheilungen der mineralogischen Sy-steme basiren auf dem Begriff': Art oder Species. Eine Art, odermineralische Species bildet ein Mineral dann, wenn es sieh durch we-sentliche Merkmale, durch seine chemische Zusammensetzung undseine physikalischen Eigenschaften scharf charakterisirt. Der Begriff Artkann indess in der Mineralogie nicht so scharf ausgeprägt verlangt wer-den, wie dies bei den organisirten Wesen zu beobachten ist. Behandeltman z. B. die Krystallform. Dieselbe bietet uns die charakteristischen undwesentlichsten Merkmale der Mineralien. Allein viele Mineralien sind nochgar nicht krystallisirt gefunden worden. Aehnlich ist es mit der chemi-schen Zusammensetzung. Diese ist bei vielen Mineralien an keine bestimm-ten Verhältnisse gebunden. Manche Mineralien stehen durch ihre relativenBestandteile zwischen den Arten in der Mitte und bilden mehrere Uebergänge von dem einen zum andern Mineral.
Gruppe. In jedem einzelnen Mineral hebt man behufs seiner Be-schreibung und Unterscheidung, sowie behufs seiner Einordnung in dasmineralogische System einen einfachen Körper, ein Element hervor, wel-
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