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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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Silber.

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Zusammensetzung. Goldchlorid bildet mit Chlornatrium eineDoppelverbindung. 1 Aeq. Chlornatrium und 1 Aeq. Goldchlorid geben Na-trium-Goldchlorid, welches mit 4 Aeq. Wasser als NaCl . AuCl 3 -f- 4 aq.krystallisirt.

Darstellung. Gold wird in Königswasser gelöst, die Lösung desGoldchlorids abgedampft, Chlornatrium in Substanz oder in Lösung zuge-setzt, zur Trockne abgedampft und die erhaltene Salzmasse zerrieben.

Eigenschaften. Natrium-Goldchlorid bildet goldgelbe Krystalle.Die Grundform derselben ist das Prima. Es ist löslich in Wasser undWeingeist. Nach der Oesterr. Pharmacop. muss es in 10 Thl. 5 Thl. rei-nes Gold enthalten.

Gold und Jodverbinden sich:

1 Aeq. Gold und 1 Aeq. Jod zu Goldjodür AuJ.1 „ „ „ 3 „ „ „ Goldjodid AuJ 3 .

Silber.

Ag = 108.

S j n o n. Argentum.

Vorkommen. Silber kommt in der Natur gediegen, meistens aberan Schwefel gebunden vor. Diese Schwefelverbindungen (Fahlerze), Roth-gültigerz etc. sind auch zugleich für die Gewinnung des Silbers die wichtig-sten Erze.

Gewinnung. Die Ausbringung ist nach dem verschiedenen Gehalteder Erze an Silber und an andern darin vorhandenen Metallen sehr ver-schieden. Die Gewinnung des Silbers aus den silberhaltigen Bleierzen istschon bei diesen abgehandelt worden.

Der dort angedeutete Process wird überall dort absichtlich eingeleitet,wo man silberarme Erze, die nicht eben zugleich schon Blei enthalten,verarbeiten will. Man schmilzt solche Erze mit Blei zusammen, und ge-winnt aus dem so vorbereitetem silberhaltigem Blei das Silber durch Oxy-dation des Bleis und der anderen Metalle.

Ein anderes Verfahren ist der Amalgamationsprocess. Der Vor-gang dabei ist folgender. Die Erze werden geröstet und dann geschmolzen.Silber ist in den Erzen als Schwefelsilber enthalten. Zugleich mit dem Schwe-felsilber ist Schwefelkupfer darin vorhanden und es wird durch das Röstenaus dem Schwefelkupfer schwefelsaures Kupferoxyd. Ist in den ErzenSchwefelkupfer nicht vorhanden, so wird ihnen schwefelsaures Kupferoxydzugesetzt und sie damit geschmolzen. Ausser Schwefelkupfer ist gewöhn-lich auch Schwefeleisen vorhanden, aus welchem gleichfalls durch den Röst-prozess schwefelsaures Eisenoxydul gebildet wird. Durch das Schmelzendes Schwefelsilbers mit schwefelsaurem Kupferoxyd und schwefelsauremEisenoxydul bildet sich aus Schwefelsilber schwefelsaures Silberoxyd.Setzt man das Schmelzen bei höherer Temperatur fort, so zersetzt sich, umdem Oxydationsverlangen der vorhandenen Schwefelverbindungen zu ent-sprechen, die Schwefelsäure der schwächsten Base. Diese ist hier das Sil-beroxyd. Aus der Schwefelsäure des schwefelsauren Silberoxydes wirdschweflige Säure und Silberoxyd, welches letztere unter demselben Ein-flüsse zu metallischem Silber reduzirt wird. Bei fortgesetztem Rost- undSehmelzprocesse schreitet die Bildung von schwefelsaurem Silberoxyd unddessen folgende Beduction immer weiter vor.

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Ziurek, EJementar-Handbuch der Pharruacie.

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