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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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Gold.

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Doppelsalze des Platinchlorids. Wichtig für die Analysesind die Doppelverbindungeu, welche Platinchlorid mit Chlorkalium (Ka-liumplatinchlorid = NaCl -)- PtCl 2 ) und Chlornatrium (Natriumplatinchlorid= NaCl -\- PtCl 2 ) und Chlorammonium (Ammoniumplatinchlorid ~NH 4 Cl-j-PtCl 2 ) eingeht und von denen in der Analyse die Rede sein wird.

Gold.

Au ~ 196,4.

Synon. Aurum.

Vorkommen. Gold ist schon von früh an bekannt. In allen Jahrtau-senden der Menschengeschichte und bei fast allen Völkern ist es das geschätz-teste Tauschmittel gewesen. Gold ist sehr verbreitet. Es begleitet, aller-dings oft nur in sehr geringen Spuren, fast alle Metalle in ihren Er-zen. Silber-, Blei-, Kupfer-, Arsen-, Anlimon-Erze enthalten fast immerSpuren von Gold. Die Fundorte aber, welche die Gewinnung des Goldesmöglich und lohnend machen sind nicht so häufig; es wird hauptsächlichin Californien, in den Ural- und Altay-Ländern, in West- und Ostindien, Au-stralien, in Europa noch in Ungarn gewonnen. Gold kommt immer gedie-gen vor; seine Gewinnung ist daher auch überall dort, wo es überhauptin grösseren Mengen gewonnen wird, ein einfaches Waschverfahren. Ver-möge seines grossen spec. Gew. lässt es sich leicht von dem Sande undden Gemengtheilen erkennen und trennen. In Californien und in Australien ge-winnt man es gegenwärtig aber auch durch Zertrümmerung des Gesteines,in welches es eingesprengt und eingenistet vorkommt, durch Amalgama-tion mit Quecksilber und Trennung des Quecksilbers durch Destillation. AusCalifornien gelangt es als Goldstaub, oder in kleinen Körnchen, aus denUralländern schon in Barren geschmolzen in den Handel.

Eigenschaften. Gold ist von schöner gelber Farbe. Das spec.Gew. des Goldes ist 19,5. An der Luft, dem Wasser, den Säuren ausserdem Chlor ist es unveränderlich. Bei 1100° schmilzt es. Gold ist im höch-sten Grade ausdehnbar. Blattgold und Golddraht gehen darin bis in er-staunlich weite Grenzen. Blattgold soll man zu einer Feinheit gebracht haben,so dass 20,000 Lagen desselben über einander gelegt erst eine Linie starkwurden. Aus dem Draht hat man durch Schmelzen von 360 Theilen Silberund 1 Theile Gold und nachheriges Strecken der Masse Goldflächen er-zeugt, von denen 1,200,000 erst eine Linie stark sein würden. Gold kry-stallisirt in Würfeln.

Verwendung. Die ausgezeichneten Eigenschaften des Goldes, seineschöne Farbe, sein prächtiger Glanz, seine Unveränderlichkeit und Geschmei-digkeit haben es von früh an in den Gebrauch der Völker geführt und es ge-wissermassen zum materiellen Ideal der Menschen gemacht. Gold wird zu Geld,Münzen, Schmucksachen verarbeitet. In allen diesen Verwendungsarten wirdGold niemals rein, sondern in Legirungen, welche dasselbe härter und wenigerabnutzbar machen verarbeitet. Den Gehalt an reinem Gold in den Münzen,Schmucksachen etc. bezeichnet man durch Karat und Grän. Ein Pfundenthält zwei Mark. Eine Mark enthält 24 Karat und ein Karat enthält12 Grän. Die Preuss. Friedrichsdore z. B. sind etwas mehr als 21karätig,weil in dem Gold, aus dem sie gefertigt sind, in einer Mark 21 Karat und8 Grän reines Gold und 28 Grän andere Metalle vorhanden sind. DieSchmucksachen, Uhren, Ringe etc. sind von viel geringerem Gehalte, ge-wöhnlich 14 karätig. Die Goldarbeiter sind zur genauen Angabe des Ka-rates verpflichtet. Unrichtige Angabe wird als Betrug bestraft. Das reinste

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