Schwefel.
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Salzen z. B. des kohlensauren Bleioxyds, Bleiweiss, des doppeltkohlensau-ren Natrons. In grossen Massen erzeugt man hierzu Kohlensäure durchVerbrennung von Coaks.
Kohlenoxyd. Die niedrigere Oxydationsstufe des Kohlenstoffesentsteht immer dann, wenn Kohle bei mangelndem Luftzutritt verbrennt.Kohlen oxyd bildet die blauen Flämmchen, welche sich auf den glimmen-den Kohlen erzeugen.
Eigenschaften. Kohlenoxyd ist ein farbloses permanentes Gas,ohne Geschmack und Geruch. Spec. Gew. 0,940. Es wird von Wasser nurin geringem Verhältniss, von einigen Salzlösungen z. B. von Kupferchlorürin Ammoniak in grosser Menge aufgenommen. Eingeathmet wirkt es tödt-Jich. Es ist die Ursache der beklagenswerthen Unglücksfälle, die durch zufrühes Schliessen der Ofenklappen sich ereignen.
Kohlenstoffsulphid, Carboneum sulphuratum, Alcohol sulphuris.
2 Aeq. Schwefel verbinden sich mit 1 Aeq. Kohlenstoff zu Kohlen-stoffsulphid = CS 2 .
Die Darstellung geschieht durch unmittelbare Einigung der Agentien.Dieselbe bedarf zu ihrem Eintreten hoher Temperaturgrade. Die entstehendeVerbindung wird durch Abkühlung verdichtet.
Gusseiserne Cylinder oder Röhren werden mit Holzkohlen oder Coaksgefüllt und zum Glühen gebracht. Sie sind mit röhrenförmigen Fortsätzenversehen, die in eine Reihe von stark abgekühlten unter einem Schornsteinstehenden Vorlagen reichen. Ueber die glühenden Kohlen werden Schwe-feldämpfe geleitet und das entstehende Kohlenstoffsulphid in den Vorlagenverdichtet. Bei der Operation bildet sich stets etwas Schwefelwasserstoff,welcher entweicht. Von dem anhängenden Schwefelwasserstoff ist das Koh-lenstoffsulphid durch Schütteln mit kohlensaurem Bleioxyd und nachherigerRectification zu trennen.
Eigenschaften. Kohlenstoffsulphid ist eine farblose, klare, dasLicht stark brechende Flüssigkeit. Es siedet bei 40°. Das spec. Gew. ist1,272. Es sinkt also in "Wasser unter, ist damit nicht mischbar, wohl abermit Aether und Alcohol. Kohlenstoffsulphid löst Schwefel, Phosphor, Jod,ätherische Oele, Kautschuck, Harze etc. Entzündet brennt es mit blauerFlamme.
Kohlenstoffsulphid wird in der Technik zur Lösung der genanntenStoffe verwandt, besonders zur Lösung von Kautsehuck.
Schwefel.
S = 16.
S y n. Sulphur.
Vorkommen. Schwefel findet sich in allen Gebirgsformationen.Hauptsächlich kommt er in der Nähe thätiger oder erloschener Vulkanevor. Er ist aber auch imFlöfzgebirge vorhanden, so z.B. dem Mährens, Po-lens, Böhmens, besonders aber in Sicilien. In der Provinz Girgenti sinddie Hauptfundorte. Sicilien versieht ganz Europa mit Schwefel. Er kommtdort gediegen, eingesprengt, in amorphen Massen und zuweilen auch krystal-lisirt, grösstenteils aber vermengt mit erdigen Theilen vor. Mit Me-tallen bildet der Schwefel vielfache Erze, Blenden, Glänze. Oxydirt alsSchwefelsäure bildet er an Kalk gebunden Gyps, der in grosser Häufig-keit vorkommt. Schwefelsaure Salze finden sich in fast allen Brunnenwäs-sern , im Ackerboden, in den Pflanzen. Ausserdem bildet Schwefel einen Be-staudtheil des Eiweisses, des Fibrins und einiger ätherischer Oele, z. B.des Senföls.
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