Kohlensäure.
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So bereitete Holzkohle ist noch nicht vollständig rein. Man hat. im Gros-sen nöthig die Operation des Verkohlens mit so geringem Verlust an Kohlewie möglich zu vollenden. Je länger man den Meiler glühen lässt, je mehrKohle verbrennt und geht, verloren. Deswegen löscht man ihn aus, wennauch das Holz noch nicht vollständig verkohlt ist. Davon kommt es, dassHolzkohlen, wenn sie angezündet werden, nicht blos glimmen, sondernoft noch mit Flamme brennen. Besonders ist dies der Fall mit solchenStucken, wo im Holz Harz in reichlichen Mengen abgelagert gewesen ist.Deswegen müssen Holzkohlen zum pharmaceutiscben Gebrauche nochmalsgeglüht werden. Durch das für die reine Kohle vorgeschriebene Auskochenmit Wasser beabsichtigt man die von der Kohle aufgenommenen brenzlichenVerbrennungsproducte und Aschentheile zu lösen und wegzuführen.
Die reine gepulverte Holzkohle giebt ein schwarzes, nicht schimmern-des Pulver. Ausgezeichnete Dienste thut die Kohle durch ihre EigenschaftGase und Farbestoffe aufzunehmen. Darauf beruht auch ein grosser Theilihrer Verwendung; sogar ihr mediciniseher Gebrauch.
Thier kohle wird durch die Verkohlung thierischer Substanzen ineisernen gut geschlossenen Cylindern gewonnen. Die erhaltene Kohle undder dabei vorgehende Process unterscheidet sich von dem eben beschriebenendurch das Auftreten und die Zersetzungsproducte des Stickstoffes, der inallen thierischen Körpern vorhanden ist und dessen Producte auch bei derBereilungjeder thierischen Kohle vorhanden sind. Ebur ustum ist gebrannteKnochenkohle. Zum Entfärben eignet sich thierischeKohle besser als vegeta-bilische. Zu solchem Zwecke muss sie indess mit Chlorwasserstoffsäure undWasser ausgewaschen und nochmals geglüht werden. Carbo spongiaesind verkohlte Meerschwämme.
Kohle nsto ff und Sauerstoff
S
verbinden sich in sieben bestimmten Verbindungen:
1 Aeq. Kohlenstoff und 1 Aeq. Sauerstoff zu Kohlenoxyd CO.
„ Oxal säure C 2 0 3 .„ Kohlensäure C0 2 .„ Mesoxalsäure C 3 0 4 .„ Rh odizon säure C 3 0 5 .„ H o n i g s t e i n s ä u r e C 4 0 3 .,, Kr ok on säure C 5 0 4 .
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Kohlensäure.
C0 2 .
Syn. Acidum carbonicum , Aer fixus, Carbonsäure.
Geschichte. Lavoisier hat die Kohlensäure als bestehend ausKohle und Sauerstoff nachgewiesen.
Vorkommen. Kohlensäure macht einen Bestandtheil der Atmo-sphäre aus. _ Letztere enthält dem Volumen nach 0,0004 Kohlensäure. Die-ses Verhältniss ist ein ganz constantes in allen Luftschichten und Erdge-genden. Die in der Luft enthaltene Kohlensäure ist ein Hauptnahrungs-mittel für die Pflanzen. Die Pflanzen bereiten daraus und aus dem Wasserdie Kohlenwasserstoffverbindungeii, aus denen ihre Organe und die in die-sen abgelagerten Stoffe hauptsächlich bestehen. Die durch den Vegetations-process der Pflanzen der Atmosphäre entzogene Kohlensäure kehrt in diesewieder zurück, durch den Verbreunungs- und Venvesungspiocess derpflanzlichen Kohlenwasserstoffverbindungeii und durch ihren Verbrauch in-