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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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Kohlenstoff.

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Wasser. Die wasserfreie Salpetersäure bildet farblose, durchsichtige, glän-zende , rhombische, prismatische Krystalle, die bei 30° C. schmelzen; dieseFlüssigkeit siedet bei 50° C. und löst sich ohne Färbung in "Wasser. MitWasser giebt sie 4 verschiedene Verbindungen.

1 Aeq. Wasser und 1 Aeq. wasserfreie Salpetersäure, erstes Hydrat,

spec. Gew. =r 1,55;

2 Aeq. Wasser und 1 Aeq. wasserfreie Salpetersäure, zweites Hydrat,

spec. Gew. = 1,48;4 Aeq. Wasser und 1 Aeq. wasserfreie Salpetersäure, drittes Hydrat,

spec. Gew. = 1,41;9 Aeq. Wasser und 2 Aeq. wasserfreie Salpetersäure , viertes Hydrat,

spec.

Gew. = 1,40.

Rauchende Salpetersäure.

Syn. Acidum nitricum fumans, Acidum hyponitrico-nitricum.

Bereitung. Man erhält sie durch Destillation eines Gemenges von12 Theilen salpetersauren Kali, 6 x / 2 Theilen Schwefelsäure und Erhitzenbis zum Glühen der Kapelle. Ein Aeq. salpetersaures Kali und 1 Aeq.Schwefelsäure genügt zu der Zersetzung des salpetersauren Kali vollkom-men , aber es ist gegen das Ende eine sehr bedeutende Temperatur erfor-derlich. Unter ihrem Einfluss zerfällt die zuletzt entwickelte Salpetersäurein Untersalpetersäure und Sauerstoff. Diese zuletzt übergehende Untersal-petersäure vermischt sich mit der Salpetersäure und stellt obiges Ge-misch vor.

Eigenschaften. Rauchende Salpetersäure ist ein Gemisch aus Sal-petersäure und Untersalpetersäure. Es ist eine tief gelbroth gefärbte Flüssig-keit. Aü der Luft stösst sie rothe Dämpfe aus, erstarrt bei niedriger Tem-peratur zu einer rothen Masse. Ihr spec. Gew. 1,52. Sie besitzt, vermögeder Anwesenheit von Untersalpetersäure das Vermögen die Körper zu oxy-diren noch im höheren Grade als die Salpetersäure. Hierauf beruht auchihre Verwendung. Auf organische Körper wirkt sie mit grosser Heftigkeitein, zerstört dieselben. Sie ist ebenso wie die Salpetersäure ein starkesGift. Ihr Nachweis geschieht, wie bei der Salpetersäure.

Stickstoff und Wasserstoff.

verbinden sich:

1 Aeq. Stickstoff und 1 Aeq. W T asserstoff zu Imid HN;

1 „ „ „ 2 „ „ „ Amid H 2 N;

1 „ „ „ 3 „ ,. „ Ammoniak H 3 N;

1 vi „ .. 4 „ „ „Ammonium H 4 N.

n

11 ° )1 >■

11 * 11 11

Stickstoff und Kohlenstoff.1 Aeq. Stickstoff und 2 Aeq. Kohlenstoff bilden Cyan C 2 N oder Cy.

Kohlenstoff.

C = 6.

Syn. Carboneum, Kohle.

Geschichte. Entdeckt und als einfachen Körper nachgewiesen hatLavoisier den Kohlenstoff.

Vorkommen. In reinem Zustande kommt der Kohlenstoff krystalli-sirt als Diamant vor, sodann als Graphit, Anthracit, in der Steinkohle, derBraunkohle und dem Torf; er bildet einen Hauptbestandtheil der Pflanzen

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