Stickstoff.
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Gewässern würde aufhören. So aber sinkt, wenn das Wasser bis auf-j- 4° C. abgekühlt ist, dieses zu Boden, es kommt eine wärmere Schicht andie Oberfläche; auch dieses wird aber endlieh auf -4- 4° abgekühlt. Istalles Wasser so weit abgekühlt, so wird nur die oberste Schicht bis auf-\- 0° erkaltet und friert. Eis ist leichter als Wasser, bleibt an der Oberflä-che und bildet den Schutz für die Erhallung der Wärme in den unterenSchichten. Diesen wird nur allmälig von ihrem Wärmegehalte -f- 4° etwasentzogen. Es hat dies zur Folge, dass auch bei dem allerstrengsten Win-ter das Eis im Verhältniss zu der Tiefe der Ströme nur eine gewisse Stärkeerhalten kann. In den strengsten Wintern bleibt der überwiegend grössteTheil des Wassers unter dem Eise der Seen und Ströme auf -j- 4° O, einerTemperatur, bei welcher die Fische existiren können.
Das spec. Gew. des Wassers bei -4- 4° C. ist als Einheit für die Bestimmungdes spec. Gew. der Körper angenommen worden. 100 Cub. Centimeter Was-sser von 4° wiegen 100 Grammes, 1 Cub. Centimeter wiegt 1 Grmm.
Verbindungen des Wassers. Hydrate. Das Wasser geht mitvielen festen Körper eigenthümliche Verbindungen ein, von denen einigeeinen sehr hohen Grad der Einigung haben, andere dagegen nur lose zu-sammenhängen. Eine chemische Verbindung des Wassers, in welchem die-ses bald in der Funktion als Säure, bald in der als Base auftritt, nenntman ein Hydrat, derartiges Wasser Hydratwasser. Das Zeichen dafürist HO, z. B. im Kaliumoxydhydrat (Kalihydrat) KaO.HO.
Krystallisationsw asser. Sehr viele Körper haben zur Bildungder Krystallform die Aufnahme von Wasser nöthig. Alaun, Soda etc. kön-nen nicht krystallisiren, ohne Wasser aufzunehmen. Dieses Wasser nenntman Kry s tal Jis ati ons w ass er. Es hängt nur lose mit der chemischenVerbindung zusammen und kann derselben, ohne dass diese verändert wird,entzogen werden.
Wasserstoffsuperoxyd. Ausser Wasser, das als chemische Ver-bindung Wasserstoffoxyd HO ist, besteht noch eine höhere Verbindung desWasserstoffes mit dem Sauerstoffe, das Wasserstoffsuperoxyd rr H0 2 - Esist eine farblose, syrupartige Flüssigkeit spec. Gew. = 1,453.
Stickstoff.
N = 14.
Syn. Nitrogenium, Azot.
Vorkommen. Stickstoff macht zu 79 Volumentheilen mit 21 Volu-mentheilen Sauerstoff gemischt die atmosphärische Luft aus. Auch ist erein Bestandtheil aller animalischen und vieler pflanzlichen Organismen.
Geschichte. Stickstoff ist von Rutherford im Jahre 1772 ent-deckt, von Lavoisier zuerst in der Luft nachgewiesen und Azot («. priv.und 'Qojtj, Leben) genannt.
Bereitung. In ein geräumiges Gefäss Fig. 198 giesst man Was-legt auf dieses ein Brett c, auf das Brett ein Uhrglase
ser
Fig. 198.
in das Uhrglasein Stück Phosphor, zündet diesen an und stülptidarüber eine Glasglocke d a. Durch die Verbren-nung absorbirt der Phosphor den Sauerstoff dern der Glasglocke befindlich gewesenen atmosphä-rischen Luft. Das Oxydationsproduct — die Phos-phorsäure — löst sich in dem unterstehenden Was-ser auf, und in dem Glase bleibt nur der Stoff zu-rück , der ausser dem Sauerstoff noch in der Luftenthalten war — der Stickstoff. Man wird 4 / 5 derangewendeten atmosphärischen Luft Stickstoff an-
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