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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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Legirung und Amalgam.

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in den Basen enthalten sein muss', damit sie mit 100 Theilen einer Säure eineneutrale Verbindung bilden können, bezeichnet man als die Sättigungs-capaeität dieser bestimmten Säure.

DasAeq. der Schwefelsäure ist 40,0, dasAeq. des Kaliumoxydes ist 47,2.100 Th. Schwefelsäure bedürfen daher, um neutrales schwefelsaures Kali zu bilden

(40,0 : 47,2 = 100 : x = 47,2 X 100 \--nsTheile Kaliumoxyd. In 47,2V ' 40,0 ) * '

TheilenKaliumoxyd sind aber 8 Theile Sauerstoff in 118 Theilen Kaliumoxyd

Q y 1 1 Q \

»—20Theile Sauerstoff. 20 ist also

(47,2

118 : x =

47,2

-)='

die Sättigungscapacität der Schwefelsäure. Von jeder Base, die mit Schwe-felsäure eine neutrale Verbindung bilden soll, muss eine solche Menge an-wesend sein, dass das Verhältniss der in ihr vorhandenen Menge Sauer-stoff 20,0 ist.

Doppelsalze nennt man die Verbindungen zweier einfachen Salze,die entstanden sind aus einer Säure und zwei Basen, oder aus einem elek-tronegativen und zwei elektropositiven einfachen Körpern. Alaun, Natron-weinstein, Chlorgoldnatrium sind Doppelsalze. Alaun besteht aus schwe-felsaurem Kaliumoxyd und schwefelsaurem Aluminiumoxyd (Thonerde), Na-tronweinstein aus weinsaurem Kaliumoxyd und weinsaurem Natriumoxyd.Im Chlorgoldnatrium ist Chlor der elektronegative Körper, es besteht Chlor-goldnatrium aus Chlornatrium und Chlorgold.

Schwefelsalze sind Verbindungen von Sulphobasen und Sulpho-säuren. Schwefelwasserstoff-Schwefelammonium ist ein Schwefelsalz.

Hydrate. Wasser ist eines der unbestimmten Oxyde, welches sichsowohl mit Säuren als mit Basen verbinden kann. Seine Verbindungenmit diesen sind oft so innig, dass das gebundene Wasser auch durch diestärkste Glühhitze nicht ausgetrieben werden kann. Diese Verbindungen nenntman Hydrate. Kaliumoxyd und Wasser giebt Kaliumoxydhydrat. Die Ver-bindung, welche sich aus gebrannten Kalk (Calciumoxyd) und Wasser bil-det, ist Calciumoxydhydrat oder Kalkhydrat etc.

Legirung und Amalgam. Die Metalle vereinigen sich mit an-dern Metallen zu Verbindungen, die in manchem Falle bestimmte chemischeVerbindungen sind, in andern dagegen ausser diesen chemischen Verbin-dungen noch ein Metall im Ueberfluss enthalten. Solche Verbindungen derMetalle nennt man Legirungen. Kupfer und Zink giebt eine Legirung,das Messing, Kupfer und Zinn Kanonenmetall. Ist Quecksilber eines dieserMetalle, so nennt man die Legirung Amalgam.

Symbolik der chemis chen Verbindungen und Formeln.Symbolik der einfachen Körper. Um die chemischen Verbindungen,sowohl nach ihren Bestandtheilen, als auch nach den relativen Mengen die-ser so einfach als möglich bezeichnen zu können, |hat man sich überall inder gebildeten Welt über eine, zu diesem Zwecke zu verwendende Zei-chensprache geeinigt.

Als Grundlage dient die Bezeichnung der 62 einfachen Körper, auswelchen alle übrigen zusammengesetzten Körper entstanden sind. Zur Be-zeichnung der einfachen Körper hat man die Anfangsbuchstaben ihrer la-teinischen Namen gewählt. Sauerstoff heisst Oxygenium, sein Zeichen istO. Wasserstoff heisst Hydrogenium, sein Zeichen ist H. Wo zwei odermehrere einfache Körper mit demselben Anfangsbuchstaben beginnen, z. B.Oxygenium, Osmium , oder Hydrogenium und Hydrargyrum, oder Arseni-