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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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Ketten.

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Erscheinen der negativen Elektrizität zum negativen Pol der Säule.Mit diesen Platten sind Metalldrähte in Verbindung, welche als Pole be-zeichnet werden. Berühren sich diese beiden Pole der Säule, so gleichensich die entgegengesetsten Elektrizitäten aus, man bemerkt kein äusserli-clies Zeichen einer elektrischen Erscheinung und bezeichnet diesen Zustandder steten Ausgleichung damit, dass man sagt, die Säule ist geschlos-sen. Dass eine solche Ausgleichung vor sich geht, kann man dadurchbeweisen, dass man die Schliessung der Drähte nicht vollkommen gesche-hen lässt, die Säule ist dann ofi'en. In solchem Falle wird man, wie inFig. 190 einen Funken als Beweis dieser Ausgleichung erseheinen und den-selben bei starken Säulen als einen dauernden Lichtstrom zwischen denPolen leuchten sehen. Der steten Ausgleichung der Elektrizität muss abereine stete Erzeugung vorangehen. Und diese findet in der That statt.Durch die ganze Säule hindurch, in jedem einzelnen Plattenpaare und inallen zusammen wird stets von Neuem Elektrizität entwickelt. Die positiveElektrizität jedes einzelnen Plattenpaares, erscheint in der Zinkplattedie negative in der Kupferplatte; da die Plattenpaare alle in derselbenBichtung liegen, so entsteht durch die ganze Säule ein doppelter Strom.Die positive Elektrizität strömt nach Oben, die negative nach Unten, dieLeiter vermitteln die Strömung, und so treten an den Polen die entgegenge-setzten Elektrizitäten als die Summe der aus Berührung sämmtlicher Plattensich ergebenden Elektrizität* mengen auf. Die Wirkung der Säulen wird da-her um so kräftiger je grosser die Anzahl der Plattenpaare und deren Be-rührungsflächen sind.

Ketten von veränderlicher und constanter Wirkung.Mehrfache Uebelstände, welche die Volta'sche Säule in der bezeichnetenZusammenstellung zeigt, namentlich die durch die chemische Wirkung deselektrischen Stromes erzeugte baldige Unwirksamkeit derselben haben dieConstruirung besserer elektrischer Apparate zur Folge gehabt, deren mansich jetzt ausschliesslich bedient. Man hat Apparate mit veränderlicherelektrischer Wirkung und mit constanter Wirkung construirt.

Zu den ersten gehört die einfache oder Volta'sche Kette, der mansehr passende Gestaltungen gegeben hat.

Trogapparat. Man hat demselben die vielfachsteForm gegeben. Fig. 191 stellt die einfache Kette in ih-rer angewendetsten Form vor. K ist ein Cylinder vonKupferblech. Dieser ist mit einer verdünnten Säure ge-füllt. In die Säure hineinreicht eine cylindrisch gerollteZinkplatte oder ein Zinkeylinder Z. Innen ruht derZink-cylinder auf einem Schuhe von Holz HH. An den Endender Zink- und Kupferplatte sind die Leitungsdrähte ange-löthet. Eine solche Kette nennt man auch wohl ein Ele-ment, eine Vereinigung mehrere in entsprechender FormVolta'sche Batterie.

Zu constanten Ketten sind zwei flüssige Leiter er-forderlich, welche durch poröse Scheidewände getrennt sind,Die Bunsen'scheKette besteht aus einem Kohlencylinder, der ausdichter Coakskohle gefertigt ist und in einem mit Salpetersäure gefülltenGlase steht und einem Zinkeylinder, welcher in einem Thoncylinder steht.In dem Thoncylinder ist Salpetersäure.

Die Grove'sehe Kette ist aus Zink und Piatina, durch einenThoncylinder getrennt, die Daniell'sche aus einem Kupfercylinder, ei-nem Zinkstreifen oder Cylinder, der amalgamirt ist und in einem Thon-cylinder steht, zusammengestellt.

Fig.

191.