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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
Entstehung
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Grundkräfte.

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Jeden Theil dieses Raumes, den ein Körper, den irgend ein Theil desIrdischen einnimmt, so gross oder so klein dieser auch ist, nennen wir, imGegensatz zu dem unendlichen oder absoluten Räume, den relativen oderbegrenzten Baum. Der Raum, den unsere Planeten, den Sonne,Erde, Mond einnehmen, der Raum, den jeder Mensch, oder den ein Infu-sionsthierchen oder eine Pflanzenzelle einnehmen, sind begrenzte oder rela-tive Räume.

Körper. In den Raum finden wir die Körper gestellt. Nicht allerRaum ist erfüllt, der es aber ist, der ist erfüllt durch einen Kör-per. Die Planeten, Sonne, Erde, Mond, der Mensch, das Infusionsthier-chen, die Pflanzenzelle sind Körper.

Materie und Kräfte. Die Entstehung und das Wesen des Körpersbesteht in der Annahme einer Urbildungsquelle für dieselben und gewisserUrbildungsmittel. Die ersteren nennen wirMaterie, die anderen Kräfte.

Materie. Dasjenige, woraus wir uns die Körper gebildet denken,wodurch der Körper den Raum ausfüllt, nennen wirMaterie. Wenn einemarmorne oder bronzene Statue einen Körper darstellt, so ist Marmor undBronce die Materie. Die Eigenschaften , welche wir der Materie zutheilen,sind die der absoluten Trägheit, Leblosigkeit, Formlosigkeit.

Kraft. Denkt mau sich diese Eigenschaften der Materie allein herr-schend, so müsste der unendliche Raum stetig und überall von der formlo-sen , trägen, leblosen Materie ausgefüllt sein. Unserer Betrachtung bietetsich aber das Gegentheil. Wir sehen die Materie nicht überall, sondernnur an gewissen Orten im Räume vertheilt. Wo wir sie sehen, sehen wirsie nicht formlos, nicht träge, nicht leblos, sondern in Formen als Körpergehalten, und in absoluter Bewegung. Es muss dies einer Ursache zuge-schrieben werden. Diese Ursache sehen wir in der Herrschaft derKräfte, welchen die Materie unterfhänig ist.

.Aus der Wechselwirkung zwischen Kraft und Materie, oder Geist undStoff, denken wir uns die Bildung, das Wesen und den Zusammenhang derKörper und die, dieselben begleitenden Erscheinungen hervorgehend.

Von den Grundkräften.

Betrachten wir einen Körper in einem Zustande, in welchem er sicham meisten dem Begriffe, den wir der Materie beilegen, nähert z. B. alsganz.feines Pulver. Eisen z. B. in solchem Zustande gibt dem leisestenDrucke unserer Hand nach. Betrachten wir dagegen eine Eisenslange. Siebesteht aus demselben Stoffe , und doch werden wir durch den stärkstenDruck unserer Hand auf dieselbe keinen Eindruck machen, ja wir könnenan dieselbe ein Gewicht von hunderlen von Centnern hängen, ohne an der-selben eine Veränderung derselben Theilchen zu hemerken, die wir in demEisenpulver schon durch den geringsten Druck verschoben haben. Offen-bar muss diese grosse Verschiedenheit eine mächtige Ursache haben.

Atome oder Moleküle. Wir denken uns die Materie, bestehendaus unendlich kleinen, feinen, nicht mehr theilbaren Theilchen: Atomenoder Molekülen.

Grundkräfte. Anwesend in den Atomen und diese beherrschend,denken wir uns gewisse Grundkräfte, von denen die eine den Atomen an-ziehende, die andere abslossende Eigenschaften ertheilt.

Anziehungskraft. Eine dieser elementaren Kräfte nöthigt dieAtome, sich gegenseitig anzuziehen, dies ist die anziehende Kraft.

Abstossende Kraft. Würden die Alome der Materie nur von ei-ner Kraft beherrscht, so müsste die gesammte Materie auf einer Stelle zu-

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