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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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133
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Defeetur.

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100 Theile frischer radix filicis (geschält) geben trocken 38 Theile graminis 40

ononidis

saponariae ,,

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tormentillaevalerianae

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Die Behandlung der frischen Arznei kraute r.

Rücksichtlich des Einsammelns ist besonders zu beobachten: die Zeitdes Einsammelns, die Wahl des Pflanzentheiles und die Art des Trocknens.Im Allgemeinen gilt der Grundsatz: dass man die Arzneimittel in der Jah-reszeit einzusammeln habe, wenn sie am wirksamsten sind. Die Pflanzen-theile sollen, wo die betreffende Bemerkung: in Gärten gezogen oder beiuns gezogen oder angebaut, nicht in der Pharmacopöe aufgenommen ist,nur von wild wachsenden Pflanzen gesammelt werden. Die leicht verder-benden sind wo möglich alle Jahre zu erneuern. Das Einsammeln geschehewo möglich bei heiterem trockenem Wetter.

Die Wurzeln werden gesammelt, so lange sie saftreich sind, dieholzigen, wenn sie am reichsten an Harz und Extractivstoff sind. Die vonzweijährigen im zweiten Jahre vor der Blattentwickelung, auch wohl imHerbst des ersten Jahres; dann schnell abgewaschen, von den Fasern undBlattstielen, wenn dies nicht ausdrücklich verboten wird, gereinigt und ge-trocknet. Die Epidermis wird, wenn dieses nicht vorgeschrieben wird,nicht entfernt. Lange dicke Wurzeln werden vor dem Trocknen zerschnit-ten und an sehr trocknen Orten aufbewahrt, die, welche frisch bleibensollen, im Keller, aromatische, scharfe, und narkotische in verschlossenenGefässen. Zwiebeln sind zu sammeln, wenn die Stengel zu verwelken an-fangen, an luftigen Orten bei nicht mehr als 3850° R. an Fäden gereihtzu trocknen.

Hölzer sind im Winter von nicht zu zarten aber auch nicht zu altenBäumen und Stämmen zu sammeln. Das Wurzelholz ist dem des Stammesvorzuziehen und dieses dem Holze der dünnen Zweige. Das Holz wird,um es leichter zu trocknen, gespalten und zerschnitten, und bei 3850° R.getrocknet.

Stengel werden im zeitigen Frühjahr oder zur Noth auch im Herbstgesammelt und wie die Hölzer behandelt.

Rinden dürfen weder von zu jungen Aesten, noch von alten Stäm-men, sondern von mittelstarken Aesten genommen werden. Sie dürfen nichtholzig und nicht mit Flechten bedeckt sein. Die einheimischen werden imFrühjahr vor der Blattentwicklung, allenfalls auch im Herbst, von denFlechten gereinigt, an einem schaftigen luftigen Orte getrocknet und inFässern oder Kisten fest gepackt aufbewahrt.

Kräuter werden, wo nicht ausdrücklich das blühende Kraut bemerktist, vor dem Blühen eingesammelt. Die Zeit ist meistens bei jedem einzel-nen angegeben.

Die Blattknospen werden im ersten Frühjahr gesammelt und wieBlüthen behandelt.

Blätter sind vor dem Blühen der Pflanze zu sammeln, oder wennsie erst nach diesen erscheinen, sobald sie vollständig entwickelt sind. Dieimmergrünen können im Frühlinge, aber auch zu anderer Jahreszeit gelesenwerden. Die der zweijährigen Pflanzen in dem zweiten Jahre vor derStengelbildung. Sie sind von den harten und holzigen Blattstieken zu be-freien , wie die Blüthen zu trocknen und aufzubewahren, und besonders diestark wirkenden alle Jahr zu erneuern,