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Kohlenoxyd.
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Schwefelsäure bis zum schwachen Sieden und leitet die sich entwickeln-den Dämpfe in ein Reagenzglas, dessen Innenwand mit Barytwasseroder mit einem klaren Gemisch von Chlorbaryumlösung und konzen-trierter Ammoniakflüssigkeit stark benetzt ist, so entsteht ein weißer,in verdünnter Essigsäure löslicher Niederschlag von Baryumcarbonat:
C + 2H 2 S0 4 = CO 2 + 2S0 2 + 2H 2 0CO 8 -f- BaCl 2 -f 2NH 4 .OH = BaCO 3 -f 2NH 4 01 -f H 2 0.
Graphit und Diamant erkennt man in gleicher Weise, nur mußder Schwefelsäure etwas Kaliumdichromat beigemischt werden. Überdie quantitative Bestimmung des Kohlenstoffs siehe den IL organi-schen Teil.
Von den zahlreichen Verbindungen, welche der Kohlenstoff mit demWasserstoff eingeht — Kohlenwasserstoffen —, ebenso wie von seinenHalogenverbindungen und sonstigen Abkömmlingen wird in dem II.organischen Teile die Kede sein.
Sauerstoffverbindungen des Kohlenstoffs.
Der Kohlenstoff liefert mit dem Sauerstoff zwei gasförmige Ver-bindungen :
C 0 : Kohlenoxyd oder Kohlenstoffmonoxyd,
CO 2 : Kohlensäureanhydrid oder Kohlenstoffdioxyd.
Kohlenoxyd: CO.
Molekulargewicht: 28 {27,79 HC= 1).(In 100 Tln., C: 42,86; O: 57,14.)
Das früher mit dem "Wasserstoff und mit den Kohlenwasserstoffen ver-wechselte Kohlenoxyd ist zuerst von Lassone (1776) durch Glühen vonZinkoxyd und Kohle dargestellt, jedoch in seiner chemischen Natur erst vonCruikshank (1800) erkaDnt worden. Dasselbe findet sich im Leuchtgase,in den Hochofengasen, im Pulverdampf, im Wassergase (s. S. 122) usw.
Darstellung. Das Kohlenoxyd bildet sich stets da, wo Kohle oderkohlenstoffhaltige Substanzen bei unzureichendem Sauerstoff oder bei einemgroßen Überschuß der Kohle verbrennen. Dasselbe ist als das Produkt derunvollkommenen Verbrennung des Kohlenstoffs, besonders oberhalb ge-wisser Temperaturgrenzen, zu betrachten. Wird trockene Luft über erhitzteKohle geleitet, so bildet sich zwischen 400 und 700° C fast nur Kohlensäure-anhydrid, von 1000° an dagegen fast ausschließlich Kohlenoxyd. GlühendeKohlen verbrennen daher bei mäßiger Hitze ohne, bei starker Hitze mitFlamme.
Bei dem Übergange des Kohlenstoffs in CO werden 26,3, hei-dem Über-gange von CO in CO 2 68 Kalorien abgegeben. Diese thermischen Verhält-nisse des Kohlenstoffs werden im Generatorgasofen von Siemens nutzbargemacht, indem die Verbrennung von Kohle oder Koks derartig erfolgt, daßzunächst CO entsteht, welches dann mit erneuter, vorgewärmter Luft zu CO !verbrannt wird.
Das zum Betrieb von Motoren verwendete Sauggas enthält 25 Proz.CO, 11 Proz. H, 59 Proz. N, sowie 5 Proz. CH* und CO 2 .