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Barstellung des Antimons.
seiner Verbindungen wurde zuerst im 15. Jahrhundert von BasiliusValentinus dargestellt.
Vorkommen. Das Antimon findet sich in der Natur nur seltengediegen; hauptsächlich kommt es in Verbindung mit Schwefel alsGrauspießglanz oder Antimonglanz: Sb 2 S 3 , vor. In Begleitungvon Schwefelarsen und anderen Schwefelmetallen findet sich dasSchwefelantimon in vielen Mineralien, so z. B. mit Schwefelblei,Schwefelkupfer, Schwefeleisen, Schwefelsilber in den Fahlerzen, indem Bournonit: 2 PbS -j- Cu 2 S + Sb 2 S 3 , dem Zinkenit: PbS+ Sb 2 S», dem Plagionit: 4PbS + 3 Sb 2 S 3 , dem Federerz: 2PbS-\- Sb 2 S 3 , dem Kupferantimonglanz: Cu 2 S -4- Sb 2 S 3 , usw. In Ver-bindung mit Schwefelsilber bildet das Schwefelantimon das dunkleRotgültigerz: 3Ag 2 S -f- Sb 2 S s , den Miargyrit: Ag 2 S + Sb 2 S 3 ,das Sprödglaserz: 5Ag 2 S -\- Sb 2 S :i , usw.
Mit Sauerstoff verbunden: Sb 2 0 3 , kommt das Antimon vor alsAntimonblüte oder Weißspießglanzerz, bezüglich als Valentinitin rhombischen Kristallen und als Senarmontit in regulären Oktaedern.In der neueren Zeit ist das Antimonoxyd: Sb 2 0 3 , auch in derben, durchKieselsäure verunreinigten, ziemlich mächtigen Lagern in Kalifornienaufgefunden worden. Kleine Mengen von Antimon kommen auch alsAntimonocker: Sb 2 0 4 , sowie als Antimonoxysulfid: Sb 2 0 3 4" 2 Sb 2 S 3 ,in dem Rotspießglanzerz vor.
Darstellung. Das käufliche Antimon wird aus dem natürlich vor-kommenden, durch Ausschmelzen gereinigten Schwefelantimon gewonnen,indem man dasselbe entweder mit Bisen zusammenschmelzt: Niederschlags-arbeit, oder indem man es röstet und das Böstprodukt: Sb 2 0 4 , alsdannreduziert: Röstarbeit. Um das Schwefelantimon durch Eisen zu ent-schwefeln, bringt man in einen Schmelztiegel 100 Tle. Schwefelantimon,42 Tle. Schmiedeeisen (Abfälle), K> Tle. wasserfreien Natriumsulfats und2'/ s bis 3 Tle. Kohle und erhitzt das Ganze zur Botglut. Das gebildeteAntimon: 8b 2 S 3 -+3 Fe = 2Sb-j-3FeS,
sammelt sich allmählich am Boden des Tiegels als Regulus an, während dasgleichzeitig gebildete Schwefeleisen: FeS, gemischt mit dem spezifisch leichtenSchwefelnatrium, entstanden durch Einwirkung der Kohle auf das zugesetzteNatriumsulfat, den Begulus als leicht schmelzbare Masse bedeckt, die nachdem Erkalten leicht davon getrennt werden kann.
Ber größte Teil des im Handel vorkommenden Antimons wird durchvorsichtiges Bösten des Schwefelantimons in Flammenöfen, unter fortwährendemUmrühren, gewonnen. Hierbei wird der Schwefel in Schwefligsäureanhydrid,das Antimon im wesentlichen in antimonsaures Antimonoxyd: Sb 2 0 4 —Spießglanzasche — übergeführt, welches dann durch Schmelzen mitKohle und Natriumcarbonat in Tiegeln oder direkt in Plammenöfen zuAntimon reduziert wird:
Sb 2 S 3 -+- 10 0 = Sb 2 0 4 4- 3 SO 2Sb 2 O 4 -f- 2 C = 2 Sb + 2 C O' 2 .Ein Teil des Antimons verflüchtigt sich bei dem Böstprozeß als Antimon-oxyd: Sb 2 0 3 ; letzteres wird in Kondensationskammern aufgefangen.
Das natürlich vorkommende Antimonoxyd wird direkt durch Schmelzenmit Soda und Kohle auf Antimon verarbeitet.