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Erkennung des Jods.
holt mit Wasser wäscht, dem etwas verdünnte Schwefelsäure zugefügtist, und dann mit Wasser schüttelt. Da die Bildung der blauen Jod-stärke an das Vorhandensein von Jodwasserstoff oder Jodkalium ge-knüpft ist, so wird durch Stoffe, die die Jodwasserstoffsäure oder dasJodkalium zersetzen, wie z. B. Chlor, größere Mengen von Jodsäure insaurer Lösung, Silbersalze usw., die Bildung derselben verhindert. DieBildung der Jodstärke wird dagegen veranlaßt durch Substanzen, dieJod in Jodwasserstoff verwandeln, wie sehr geringe Mengen vonSchwefelwasserstoff, schwefliger Säure, Zinnchlorür. Ein größererZusatz dieser Reduktionsmittel wirkt dagegen entfärbend, indem dieblaue Jodstärke hierdurch vollständig in Stärke und Jodwasserstoffzerfällt. Beim Erwärmen verschwindet die blaue Farbe der Jodstärkeebenfalls.
In seinem chemischen Verhalten zeigt das Jod große Ähnlichkeitmit dem Chlor und Brom; es besitzt jedoch eine schwächere Affinitätund wird daher aus seinen Verbindungen mit Wasserstoff und Metallendurch Chlor und Brom ausgetrieben. Umgekehrt gestaltet sich jedochdas Verhältnis bei den Sauerstoffverbindungen, indem hier Chlor undBrom durch Jod abgeschieden werden. Die Affinität des Jods zumWasserstoff ist eine verhältnismäßig schwache; es bleicht daherPflanzenfarben bei Gegenwart von Wasser nur langsam und vermagnur stark reduzierend wirkende Stoffe zu oxydieren, z. B.:
SO' 2 -f 2H ! 0 -j- J 2 = H 2 SO* + 2 HJ.
Trotz dieser geringen Affinität zerstört es viele organische Stoffe(z. B. Korksubstanz) und greift in Dampfform die Schleimhäute heftig an.
Über das Verhalten des Jods gegen Kalilauge siehe Jodkalium,gegen Ammoniaklösung siehe Jodstickstoff. Trockenes Ammoniak wirdvon trockenem Jod reichlich absorbiert unter Bildung einer dunkel-blauen, glänzenden Flüssigkeit: 2J-|-3NH 3 . Oxydierend wirkendeAgenzien, wie starke Salpetersäure, Kaliumpermanganat usw., führendas Jod in Jodsäure: HJO 3 , über.
Die Verbindungen des Jods mit den Metallen werden, je nach derMenge des darin gebundenen Jods, als Jodüre oder Jodide bezeichnet.Ihre Darstellung geschieht in einer den Chlorverbindungen entsprechen-den Weise. Bezüglich der Farbe und der Löslichkeit unterscheidensich einige Jodmetalle sehr wesentlich von den entsprechenden Chlor-und Brommetallen, z. B. Jodquecksilber, Jodsilber, Jodpalladium.
Erkennung. Freies Jod ist mit Leichtigkeit an der violettenFarbe seines Dampfes, der Blaufärbung des Stärkekleisters oder desdamit bestrichenen Papieres, sowie an der Violettrotfärbung zu er-kennen , welche Schwefelkohlenstoff oder Chloroform annehmen, wennsie mit Flüssigkeiten, die freies Jod enthalten, geschüttelt werden.
Zur Erkennung des Jods im gebundenen Zustande, in der Jod-wasserstoffsäure und den sich davon ableitenden J'-Ionen lieferndenlöslichen Jodmetallen, dient zunächst das Verhalten gegen Silbernitrat,