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Eigenschaften des Chlors.
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daher lange Zeit zu diesem Zweck verwendet werden kann. Das auf dieseWeise gewonnene Chlor ist natürlich durch den Stickstoff der Luft verdünnt.Ähnlich wie auf Chlorwasserstoff wirkt der Sauerstoff der Luft auchauf wasserfreies Chlormagnesium: MgCl*, ein; letzteres geht infolgedessenbeim Erhitzen auf etwa 1000° im Luftstrom, unter Entwickelung von Chlor,im wesentlichen in Magnesiumoxyd: MgO, über (Weldon-Pechiney) :MgCl 2 -fO = MgO +■ 2 01.
Von den zahlreichen Verfahren, welche außer den obigen zur tech-nischen Gewinnung von Chlor empfohlen sind, mag noch das vonS. de Wilde und A. Eeychler Erwähnung finden. Hiernach wird einGemisch aus 1 Mol. Manganchlorür, 1 Mol. Chlormagnesium und 1 bis 2 Mol.Magnesiumsulfat zur Trockne gebracht, hierauf diese Masse zur dunkelnRotglut erhitzt und das hierbei unter Entwickelung von Chlorwasserstoffgebildete Gemisch von Magnesiumsulfat und Magnesiummanganit: Mg 3 Mn 3 0\abwechselnd mit Chlorwasserstoffgas und trockener Luft behandelt:3MgS0 4 + Mg 3 Mn 3 0"4-16HCl = 3 Mg SO 4 4- 3MgCr 2 +3MnCl 2 -(-8H 2 0 4- 4C13MgSO'+3MgCl 2 -f-3MnCl 4 4-80 = 3 Mg SO' 1 -f Mg 3 Mn ä O B + 12 Cl.
Das für diese Operationen erforderliche Chlorwasserstoffgas wird ent-weder dem Sulfatofen (s. rohe Salzsäure) direkt entnommen, oder durchBehandeln von roher Salzsäure mit konzentrierter Schwefelsäure in mit Koksgefüllten Bleitürmen dargestellt. Das Magnesiumsulfat kann in obigerMischung auch durch andere schwer schmelzbare Substanzen ersetzt werden,die keine Einwirkung auf das Magnesiummanganit ausüben.
Soll das Chlor über einer Sperrflüssigkeit aufgefangen werden, so be-dient man sich hierzu des warmen Wassers, da es in kaltem Wasser reichlichlöslich ist und es andererseits sich mit Quecksilber verbindet. Will man dasGas vollkommen rein und trocken erhalten, so leitet man das durch Waschenmit Wasser gereinigte Chlor zunächst durch eine zweite, konzentrierteSchwefelsäure enthaltende Waschflasche und schließlich durch ein TJ-förmigesEohr, welches mit Bimssteinstückchen, die mit konzentrierter Schwefelsäuredurchfeuchtet sind, gefüllt ist. Das auf diese Weise vollständig von Feuchtig-keit befreite Gas ist sodann durch ein rechtwinkelig gebogenes Bohr auf denBoden einer vollkommen trockenen Flasche zu leiten und die Entwickelungso lange fortzusetzen, bis die Luft durch das spezifisch schwerere, sich amBoden ansammelnde Chlor allmählich vollständig verdrängt ist, was sich ander Farbe des Flascheninhaltes leicht erkennen läßt.
Eigenschaften. Das Chlor ist bei gewöhnlicher Temperatur undbei normalem Druck ein grünlichgelbes Gas von erstickendem, selbstin sehr verdünntem Zustande die Atmungsorgane heftig angreifendemGeruch 1 ). Durch Abkühlung auf —40° oder bei +• 15° durch einen
zerfällt. Letzteres Sulfat geht durch Aufnahme von Sauerstoff .und Chlorwasserstoffin Kupfer- und Chlorkupfersulfat über, die ihrerseits hierauf bei Zutritt von weiteremChlorwasserstoff wieder obiges Sulfat liefern, mit welchem dann von neuem dieserUmwandlungsprozeß beginnen kann :
CuO.S0 3 H
Cu
CuO.S0 3 H
Cl
-f- HCl 4- O = Cu
ClO.S0 3 H
4- Cu
4- Cu
OH
OH
O.S0 3 HCuO.SO 3 !!
1 o.so 3 h -r ^ u o.so 3 h + HC1 - = 2C1 +" H2 ° + CuO.S0 3 H'
l ) Beim Hantieren mit Chlor ist Vorsicht geboten! Man arbeite in einemgut ventilierten Abzüge und schütze Mund und Käse durch ein mit verdünntem