Darstellung des Chlors.
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MnO 2 -1- 2NaCl 4- 3H 2 SO"
Mangansuperoxyd Chlornatrium Schwefelsäure
= 2C1 -+- 2NaHS0 4 -f- MnSO" + 2ffO
Saures Natriumsulfat Mangansulfat Wasser.
Ein Teil gepulverter Braunstein wird hierzu mit einem Teile Kochsalzgemischt, dieses Gemisch unter Umschwenken in einen geräumigen Kolben,welcher ein erkaltetes Gemisch aus drei Teilen englischer Schwefelsäure undzwei Teilen Wasser enthält, eingetragen und das Ganze gelinde erwärmt.
3. Außer aus Braunstein und Salzsäure läßt sich das Chlor im pharma-zeutischen Laboratorium auch vorteilhaft aus Kaliumdichromat und Salz-säure darstellen (Mac-Dougal, Bawson):
K ! Cr 8 0 7 4- 14 HCl = 6C1 + Cr s Cl 6
Kalium- Chlorwasser- Chlor Chrom-
dichromat stoff. (213) Chlorid
(294,4) (511)
Zu diesem Zweck wird in einem Kolben (Fig. 80) ein Teil grob ge-pulverten Kaliumdichromats mit sechs Teilen roher Salzsäure übergössenund das Gemisch auf einem Sandbade oder einem Drahtnetz erwärmt.
Fig. 80
+
2 KCl -f- 7H ä OChlor- Wasser
kalium
294,4 Tle. Kaliumdichromat erfordern zur vollständigen Zerlegung imSinne obiger Gleichung 511 Tle. Chlorwasserstoff, entsprechend etwa 1600 Tln.roher, nur etwa 32 Proz. HCl enthaltender Säure, um 213 Tle. freien Chlorszu liefern: 100 g Kaliumdichromat und 540 g rohe, 32 Proz. HCl enthaltendeSalzsäure werden somit 72,4g Chlor liefern, ein Quantum, welches theore-tisch genügend wäre, um 18,1kg Chlorwasser von 0,4 Proz. Chlorgehalt zuerzielen:
294,4 : 213 = 100 : x; x = 72,40,4 : 100 =72,4 : x; x = 18100,0.
In der Praxis wird sich jedoch die der Theorie nach berechnete Mengevon 72,4 g Chlor aus 100 g Kaliumdichromat hei weitem nicht erhalten lassen,denn einesteils sind hei der praktischen Ausführung dieser Darstellungs-methode kleine Verluste unvermeidlich, anderenteils findet die vollständigeZerlegung des Kaliumdichromats im Sinne obiger Gleichung nur sehr langsam