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Prüfung des Wassers.
Lösung von 10 g jodsäurefreien Jodkaliums in 100 ccm reiner Natronlaugevon etwa 45 Proz., welche nach dem Übersättigen mit verdünnter Schwefel-säure Stärkelösung nicht sogleich bläut.
Zur Ausführung der Bestimmung leitet man das zu prüfende Wasser solange in eine ihrem Inhalt nach genau bekannte, etwa 250 ccm fassende, mitgut eingeschliffenem Glasstopfen versehene Flasche, bis die Luft daraus voll-ständig verdrängt- und die Flasche ohne Beimengung von Außenluft bis aufetwa 2 ccm vollständig damit gefüllt ist. Hierauf läßt man mittels einerPipette, welche man bis auf den Boden der Flasche einsenkt, 1 ccm der jod-kaliumhaltigen Natronlauge und alsdann 1 ccm der Manganchlorürlösung ingleicher Weise einfließen. Man verschließt hierauf sogleich die Flasche mitder Vorsicht, daß keine Luftblasen in derselben zurückbleiben, mischt denInhalt durch Umschwenken und stellt sie, gut verschlossen, so lange bei-seite, bis sich der entstandene Niederschlag vollständig abgesetzt hat. Als-dann öffnet man die Flasche, läßt etwa 3 ccm reiner, rauchender Salzsäureeinfließen, mischt den Inhalt durch Umschwenken und titriert das in derklaren Flüssigkeit (durch Einwirkung des durch den vorhanden gewesenenfreien Sauerstoff entstandenen Manganhydroxyds auf das Jodkalium) aus-geschiedene Jod mittels V 100 -Normal-Natriumthiosulfatlösung (vgl. S. 166).
Jedes Cubikcentimeter verbrauchter y i00 -Nornial-Natriumthiosulfatlösungentspricht alsdann 0,0055825 ccm Sauerstoff (bei 0° und 760 mm Druck). Diein 1000 ccm Wasser gelöste Sauerstoff menge (A) ergibt sich in Oubikcenti-metern nach der Formel:
0,0055825 . n . 1000
in der n die verbrauchte Zahl an Gubikcentimetern '/^D-Normal-Natrium-thiosulfatlösung, v den Inhalt der Flasche in Cubikcentimetern bedeutet.
12. Bestimmung des Mangans im Wasser. 500 bis lOOOccm deszu prüfenden Wassers werden unter Zusatz von 1 ccm konzentrierter Salz-säure und wenig Kaliumchloratlösung auf etwa 50 ccm eingedampft, dieseFlüssigkeit wird mit Zinkoxyd, welches mit Wasser angerieben ist, zur Ab-scheidung des Eisens im geringen Überschuß versetzt und hierauf in einemit Glasstopfen verschließbare Flasche filtriert. Schale und Filter sind mitWasser gut auszuwaschen, bis das Filtrat etwa 100 ccm beträgt. Hierauffügt man 5 ccm reiner Natronlauge von 10 Proz. zu und läßt die Flüssigkeitunter öfterem kräftigen Umschütteln und zeitweiligem Lüften des Stopfensfünf Minuten lang stehen. Alsdann setzt man 5 ccm Jodkaliumlösung von10 Proz., sowie so viel Salzsäure tropfenweise zu, bis sich derbraune, flockigeNiederschlag gelöst hat. Das ausgeschiedene Jod werde schließlich mitVioo"^ orma l"Natriumthiosulfatlösung, Stärkelösung als Indikator, titriert.
2Mn(OH) 2 + H 2 0-|-0 = Mn 2 (OH) 6
Mn ! (OH) e -(-6HClf 2KJ — 2J-f 2 MnCl 2 -f- 2 KCl -f 6H 2 0.(142 g MnO) (254 g J)
Die Einstellung der Natriumthiosulfatlösung ist gegen eine ihrem Gehaltenach genau bekannte Mangansulfatlösung, welche etwa 0,01g Mangan: Mn,im Liter enthält, unter den gleichen Bedingungen auszuführen wie obigeTitration (Baumert, Holdefleiß).
13. Eisen. Geringe Mengen von Eisen werden im Trinkwasserkolorimetrisch bestimmt. 250 bis 1000 ccm werden zu diesem Zwecke mit2,5 bis 10 ccm eisenfreiem Chlorwasser und einigen Tropfen Salzsäure versetztund in einer gut glasierten Porzellanschale auf 100 ccm eingedampft. Beisehr geringem Eisengehalt wird nach dem Erkalten die ganze Flüssigkeit,