Allgemeine physikalische Beziehungen.
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_ P. (s — s' )X ~~ s.(s' — s") '
x = das gesuchte Gewicht der zur Verdünnung erforderlichen Flüssigkeit ■P = das Gewicht der zu verdünnenden Flüssigkeit; s = spez. Gewicht der-selben ; s' = das gewünschte spez. Gewicht; s" = spez. Gewicht der Ver-dünnungsflüssigkeit.
Sollen z. B. 6525 g reiner Salzsäure vom spezif. Gew. 1,152 mit "Wasserauf das spezif. Gew. 1,124 verdünnt werden, so würden sich die hierzuerforderlichen Mengen zu 1279g ergeben:
_ 6525 .(1,152 —1,124) __ 6525.0,028
1,152 . (1,124 — 1)
1,152 . 0,124
1279 g.
III. Gasförmige Stoffe.
"Wie bereits im vorstehenden erwähnt, wird bei der Bestimmung derspezifischen Gewichte von Gasen oder Dämpfen entweder die Luft oder der"Wasserstoff als Einheit zugrunde gelegt, und zwar bei einer Temperatur von0° und einem Drucke von 760 mm Quecksilberhöhe. Sind letztere Bedin-gungen andere, so pflegen die ermittelten Daten noch auf jene, den Normal-druck (760 mm) und die Normaltemperatur von 0°, reduziert zu werden (sieheunter Sauerstoff oder unter atmosphärischer Luft).
Zur Bestimmung des spezifischen Gewichtes eines Gases wird ein geräu-miger , seinem Inhalte dem Volum nach genau bekannter Glasballon mittrockener Luft, oder, nach dem Auspumpen mittels der Luftpumpe, mittrockenem Wasserstoffgas gefüllt und gewogen. Wird dann bei derselbenTemperatur und demselben Druck der Ballon durch die Luftpumpe wiederentleert, sodann mit dem zu bestimmenden Gase gefüllt und wieder gewogen,so läßt sich aus den ermittelten Zahlen leicht das spezifische Gewicht desbetreffenden Gases berechnen.
Über die Bestimmung des spezifischen Gewichtes von Dämpfen unzer-setzt siedender Flüssigkeiten oder ohne Zersetzung flüchtiger fester Körper,die Bestimmung der Dampfdichte, s. IL organ. Teil.
Über den Einfluß der Wärme auf die Eigenschaften der Stoffe.
Auf der Erfahrung, daß alle Stoffe, die festen, die flüssigen und diegasförmigen, durch Wärmeaufnahme ihr Volum vergrößern, sich ausdehnen,durch Wärmeverlust dasselbe im allgemeinen verkleinern, sich zusammen-ziehen, beruht die Einrichtung der Wärmemesser oder Thermometer.Diese Volumveränderung ist jedoch ,nur für gasförmige Stoffe eine gleich-förmige, d. h. eine der Temperatur direkt proportionale. Bei Flüssigkeitenist dies mit Ausnahme des Quecksilbers nicht der Fall und ebensowenig beifesten Stoffen. Es können somit genaue Wärmemessungen nur an derAusdehnung eines Gases (Luftthermometer) oder an der des Quecksilbers(Quecksilberthermometer) gemacht werden. Letztere sind die gebräuch-lichsten.
Die Quecksilberthermometer bestehen aus einem engen, der Länge nachgleich weiten, geschlossenen Glasrohr, welches am unteren Ende zu einerKugel erweitert ist. Dasselbe ist teilweise mit Quecksilber gefüllt, der damitnicht angefüllte Baum dagegen luftleer. Mit einem derartigen Instrumentmißt man die Temperatur eines Stoffes, indem man dasselbe in innigeBerührung mit dem letzteren bringt und die Ausdehnung oder Verkürzungmißt, welche der Quecksilberfaden dadurch erleidet. Um dieses Steigen und
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