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1. Anorganische Chemie 1. Abt. (1906) Metalloide
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Maß und Gewicht.

Gleichgewichte heiasteten, frei schwingenden "Wage müssen die Schwingungs-weiten auf beiden Seiten vom 0-Punkte der Skala gleich groß sein; 5. ver-tauscht man die sich im Gleichgewichte haltende Belastung der Wage,so muß die Einstellung derselben die gleiche bleiben; 6. wird die Wagewiederholt arretiert und ausgelöst, so muß sie eine unveränderte Einstellungannehmen.

Die Bestimmung des Gewichtes eines Körpers geschieht auf die Weise,daß man durch die Wage ermittelt, wieviel Masseneinheiten eines anderenKörpers erforderlich sind, um dem von jenem auf seine Unterlage dieeine Wagschale ausgeübten Drucke das Gleichgewicht zu halten. Diehierzu erforderlichen Masseneinheiten anderer Körper sind behufs Erzielungallgemein verständlicher Resultate konventioneller Natur, d. h. man istübereingekommen, gewisse derartige Masseneinheiten als Norm festzusetzen,um damit das Gewicht anderer Körper zu bemessen und auszudrücken.Diese Masseneinheiten bezeichnet man als Gewichte. Obschon wohl füralle zivilisierten Völker der Gedanke nahe lag, eine gleiche Gewichtseinheitden Gewichtssystemen zugrunde zu legen, so war dies doch bis vor wenigmehr als drei Jahrzehnten (s. S. 8) durchaus nicht der Eall, denn auchauf gewichtlichem Gebiete herrschte dieselbe Verschiedenheit, dieselbe Ver-wirrung wie in den Maßen. Erst der Neuzeit gebührt das Verdienst, durchEinführung des früher französischen Gewichts, des Grammgewichts, Ein-heitlichkeit auch in dieser Beziehung zu schaffen.

Als Einheit dieses Gewichtssystemes nahmen die Franzosen das Gewichteines ebenfalls in Paris, neben dem Normalmeterstabe (s. S. 8) aufbewahrtenStückes Platin an, welches annähernd dem eines Liters Wasser von -| 4°(der Temperatur, bei welcher dasselbe seine größte Dichtigkeit besitzt) gleichist, und bezeichneten dessen tausendsten Teil als ein Gramm (von Gramma,dem Namen eines kleinen griechischen Gewichtes).

Durch decimale Multiplikation und Division dieser Gewichtseinheit,unter Voraussetzung der bereits hei den Maßen gebrauchten griechischenund lateinischen Vorsilben, ergaben sich dann die übrigen Gewichte.

Gewichte.Einheit: 1 Gramm.

a) Mehrfache des Gramms.

1 Gramm..... = lg

1 Dekagramm . . . = 10,

1 Hektogramm . . . = 100

1 Kilogramm (kg) . = 1000

Verhältnis anderer Maße

1 preuß. (rhein.) Fuß (= 12 Zoll

ä 12 Linien) = 0,31385 m1 Pariser Fuß = 0,32484 m1 engl. Fuß = 0,3048 m1 Yard = 0,9144 m1 Meter = 3,186 preuß. Fuß1 = 3,078 Pariser Fuß1 = 3,281 englische Fuß1 sreoarr. Meile = 7420,4 m

b) Teile des

1 Gramm ....

1 Decigramm . .

1 Centigramm . .

1 Milligramm (mg)

Gramms.= 1 ;

= 0,1= 0,01= 0,001

und Gewichte zum Metermaß.

1 deutsche Meile = 7500 m1 engl. Seemeile = 1855 m1 Werst (russisch) = 1067 m1 preuß. Quadratfuß = 0,0985 qm1 engl. Quadratfuß = 0,0929 qm1 preuß. Morgen = 0,2553 ha1 preuß. Quart = 1,14511 Oxhoft = l l / 8 Ohm = 3 Eimer= 6 Anker = 180 Quart.

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