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rhombischen Prismen, theils, und zwar am häufigsten, derb in stän-geligen, strahligen und fasrig büschelförmigen Massen, besitzt eineeisenschwarze Farbe, Metallglanz, ein spec. Gew. = 4,6 bis 4,9,giebf ein schwarzes Pulver und enthält in 100 Theilen 63,36 Manganund 36,64 Sauerstoff, wovon 12 Proc. beim Erhitzen bis zum Glü-hen und 18 Proc. heim Erhitzen mit Schwefelsäure entweichen. Man-ganhyperoxyd und Salzsäure erleiden, wenn sie mit einander in Be-rührung gebracht werden, eine gegenseitige Zerlegung: der Sauerstoffdes Oxyds tritt an den Wasserstoff der Säure und erzeugt Wasser,während das freigewordene Chlor zur Hälfte mit dem Metall zu Man-ganchlorür sich verbindet, zur Hälfte gasförmig entweicht. Auf dieseZersetzungsarten des Braunsteins gründen sich die zwei Hauptanwen-dungen desselben zur Gewinnung von Sauerstoffgas und von Chlor.
§ 340. Erkennung'. Man erkennt den Braunstein als sol-chen am äussern Ansehen, an den sich entwickelnden Chlordämpfenbeim Uebergiessen mit Salzsäure, und endlich an seinem Verhaltenmit Soda vor dem Löthrohre. — Die gute Beschaffenheit ergiebt sich:
Prüfung, a. aus der Uebereinstimmung der physischen Eigen-schaften (Farbe, Glanz, Schwere, Structur, Strich) mit den obigenAngaben;
b. aus dem Nichtbeschlagen der Kohle beim Erhitzen vor demLöthrohre ■— ein weisser Beschlag verräth Schwel'elantimon, einbraungelber Schwefelblei;
c. aus der vollständigen Auflöslichkeit in Salzsäure, unter Ent-wickelung von Chlorgas.
Metalla.
Metaux. Metalle.
§ 341. Eintheilung der Körper im Allgemeinen. Wennman die in der Natur vorhandenen Körper einer näheren Betrachtungunterwirft, so findet man, dass sie entweder jeder Zerlegung in un-gleichartige Bestandtheile widerstehen, oder umgekehrt, sich in un-gleichartige Theile zerlegen lassen, welche selbst nochmals weiterzerlegbar, oder nicht weiter zerlegbar sind. Diese letzteren werdenmit dem Namen einfache Stoffe oder Elemente bezeichnet,ohne aber darum die Möglichkeit hinweg zu läugnen, dass sie dem-ungeachtet doch zusammengesetzt sein können. Einfach bedeutetdemnach nach dem gegenwärtigen Standpuncte unserer chemischenKenntnisse nur so viel als unzerlegt, und wir kennen daher bloss aufder einen Seite erwiesen zusammengesetzte, auf der anderen Seiteunzerlegte Stoffe.
Die unzerkgten Stoffe, deren Anzahl gegenwärtig 54 beträgt,bilden in Bezug auf ihr allgemeines physisches und chemisches Ver-halten zwei grosse Gruppen, deren Glieder man durch die Bezeich-nung Metalle und Nichtmetalle unterscheidet. Die Metalle
und dann damit erhitzt werden. Die Flüssigkeit nimmt zuerst eine orange-rollte und dann eine grüne Farbe an; besonders schnell findet letzteres statt,wenn einige Tropfen Weingeist zugesetzt werden.