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ken, zu diesem Zwecke sehr gut geeignet; indem das Auflösen des-selben in vier Theilen Wasser eine Abkühlung um 11,4° hervorbringt,während Kochsalz unter gleichen Verhältnissen eine Abkühlung vonnur 1,9° verursacht. Am besten verfahrt man bei der Anwendungauf die Art, dass man in je zwei in einander passenden, nicht sehrweiten Gefässen 7 4 Pfund des zuerst genannten Salzes schüttet, dieGefässe dann zweckmässig eins in das andere stellt, hierauf in jedes1 Pfund Wasser giesst, das Ganze wohl umrührt und entweder denInhalt des innern Gefässes zum Umschlage verwendet, oder, wo dieUmstände die unmittelbare Anwendung der Salzlösung nicht zulassen,in dieses noch ein drittes mit blossem Wasser gefülltes Gefäss stellt,dessen Inhalt nun zum Umschlage verwandt wird.
Eine noch bedeutendere Erkältung kann man mittelst einer Mi-schung aus 1 Salpeter und 0,5 Salmiak bewirken; beim Uebergiesseneiner solchen Mischung mit der doppelten Menge Wasser findet eineTemperaturerniedrigung um 25° statt, welche durch einen verhältniss-mässig grösseren Zusatz von Wasser nach Belieben gemässigt werdenkann. Diese Mischung hat vor einer ähnlichen aus 5 Salpeter undS krystallisirtem Glaubersalz den Vorzug, dass sie vorräthig gemischtbestehen kann, ohne zu zerfliessen, wie es bei letzterer der Fall ist.Unzweckmässig und durchaus zweckwidrig ist es aber, in solchen Fäl-len, wo man sich dieser erkältenden Umschläge bedienen will, dieAuflösung selbst in den Apotheken sogleich fertig bereiten zu lassen,denn da die beabsichtigte Wirkung nur noch kurze Zeit nach gesche-hener Auflösung fortdauert, so wirkt ein solcher vorräthig bereiteterUmschlag dann wenig anders als kaltes Wasser.
Fiiimgation.es oxymuriaticae s. eMoratae.
Fumigutions oxymuriatiques ou de Chlore.
(Fumigations de Guyton-Morveau.J
Chlorräucherung'en.
§ 333. Chlorräucherung-en. Ein Gemisch aus gleichen Thei-len Kochsalz und Braunstein wird mit gleichviel Schwefelsäure, welchevorher mit gleichviel Wasser verdünnt worden, nach und nach Über-gossen. Hierbei entwickelt sich Chlorgas, welches durch die zerstö-rende Einwirkung, die es auf die in der Luft enthaltenen Miasmenausübt, ausgezeichnet ist.
Ungleich bequemer und gefahrloser als obiges Verfahren, Chlor-gas zu entwickeln, ist die Anwendung eines Gemisches aus 1 TheilChlorkalk und 2 Th. gepulvertem Alaun oder saurem schwefelsauremKali, wovon man nur nach Belieben eine grössere oder geringereMenge in eine Schüssel mit Wasser zu schütten braucht, um alsbaldnach Bedürfhiss eine mehr oder minder reichliche Entwicklung vonChlorgas zu bewirken (§ 154). — Uebrigens sind directe Chlorräu-cherungen nur in Räumen anwendbar, worin sich keine Menschen be-finden, keinesweges aber in besetzten Krankensälen; hier muss mansich lediglich auf Besprengen mit Chlorkalklösung, oder auf das Aus-setzen von Schüsseln, worin Chlorkalk ausgebreitet ist, beschränken.
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