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davon weiss getrübt, die Trübung rührt von ausgeschiedenem Schwe-fel aus dem Reagens her, wobei gleichzeitig das Oxyd zu Oxydul redn,cirt wird.
Schwefelammonium bringt in beiden Eisenauflösungen eineschwarze Fällung hervor, oder nur eine dunkelgrüne Färbung, wenndie Menge des vorhandenen Eisens sehr gering ist.
Bemerkenswert!! ist ausserdem noch die Reaction, welche Eisen-oxydsalze in Aufgüssen von gerbestoffhaltigeri adstringirenden Pflan-zensuhstanzen hervorbringen, und worauf sich auch die Anwendungder Gallustinctur zur Erkennung von Eisen in neutralen Flüssigkei-ten gründet (§ 94 v.). Die erwähnten Pflanzenaufgüsse werden näm-lich durch Eisenoxydsalze, je nach der Concentration des einen oderdes andern Mittels, entweder bläulich-violett bis dunkelblauschwarz,oder hellgrün bis dunkelgrün gefärbt, weswegen man auch in dieserBeziehung eisenbläuenden und eisengrünenden Gerbstoff unterschei-det. Auf Eisenoxydullösungen wirken die genannten Substanzen nurinsofern, als erstere selten ganz frei von Oxyd sind, und auch derZutritt der Luft sich nie vollkommen absperren lässt. — Auf trocke-nem Wege mittelst des Löthrohrs werden die Eisenverbindungen ohneUnterschied durch folgendes Verhalten erkannt. Sie ertheilen, wennsie mit Borax in der äussern Flamme geschmolzen werden, der Bo-raxperle eine dunkelrothe Farbe, die beim Erkalten heller wird;beim Erhitzen in der innern Flamme färben sie die Perle grün, beimErkalten verschwindet diese Färbung gänzlich.
Ferrum carboniciim.
(Carbonas ferrosus.)
Carbonate de Protoxyde de Per.
Kohlensaures Eisenoxydul.
§ 303. Kohlensaures Eisenoxydul. Das kohlensaure Eisen-oxydul kommt natürlich vor, und wird von den Mineralogen Spath-eisenstein genannt, doch ist es selten chemisch rein; künstlichlässt es sich nur in flüssiger Form, in kohlensäurehaltigem Wasseraufgelöst, darstellen. Versucht man nämlich ein Eisenoxydulsalz mit-telst eines kohlensauren Alkali's aus seiner Lösung in Wasser nieder-zuschlagen, so sondert sich zwar ein weisses, etwas ins Grüne fal-lende Pulver ab, welches kohlensaures Eisenoxydul ist, dieses gehtaber sehr schnell durch Anziehung von Sauerstoff aus der Luft, derenZutritt durchaus nicht verhindert werden kann, wenn mau den Nie-tlerschlag sammeln und trocknen will, in braunes Eisenoxydhydrat(§ 210) über, welches nur wenig Kohlensäure zurückhält. Dasselbefindet auch mit den sowohl künstlichen, als auch natürlichen Auflösun-gen von kohlensaurem Eisenoxydul in kohlensäurehaltigem Wasser statt;
Essigsäure, findet eine schwarze Trübung statt, so unter andern in einerMischung aus aufgelösten schwefelsaurem Eisenoxydul und essigsauremKali.