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salze. *) Diese Niederschläge sind sämmtlich in verdünnter Salpeter-säure löslich. Das arsenigsaure Kupfer macht den Hauptbestandteilmehrerer im Handel vorkommender grüner Farben aus, als des Scheele'-schen, Schweinfurter, Mitis-, Wiener und Kirchberger Grüns.
b. In den in Wasser unlöslichen, wie auch in den in Wasser lös-lichen arsenigsauren Salzen kann das Arsen auf trockenem und auchauf nassem Wege leicht erkannt werden. — Auf trockenem W ege er-kennt man das Arsen:
a. durch den Geruch beim Erhitzen einer kleinen Probe deszu prüfenden Körpers mit kleesaurem Kali auf Kohle vor demLöthrohre;ß. durch die Reduction, wenn man eine kleine Probe des frag-lichen Körpers mit dem 101'achen Gewichte von der Mischungaus kleesaurem Kali und Aetzkalk mengt, und das Gemisch, wieoben § 112 a. angegeben, behandelt,c. Auf nassem Wege ermittelt man das Arsen folgendermaassen:Man löst den Körper in Wasser auf, wenn er zu den in Wasser lös-lichen gehört, und macht die Auflösung mit Salzsäure sauer, oderman zieht ihn mit Salzsäure heiss aus, wenn er in Wasser unlöslichist, verdünnt die Flüssigkeit mit etwas Wasser und trennt sie durchsFilter von dem etwa ungelöst gebliebenen Antheile. In die eine oderdie andere also erhaltene saure Auflösung wird nun so lange Schwe-felwasserstoffgas eingeleitet, bis der Geruch stark vorherrscht, woraufman sie mit Papier bedeckt an einem warmen Orte zur Ablagerungdes Niederschlages hinstellt. Die Erscheinungen, welche sich darbie-ten, können dreifacher Art sein, nämlich:
a. es erfolgt kein Niederschlag und die Flüssigkeit erscheint nacheiniger Zeit nur weisslich getrübt durch ausgeschiedenen Schwe-fel — in solchem Falle hat man es mit keinem arsenhaltigenKörper zu thun;ß. es erfolgt ein gelber Niederschlag — dieser kann von Arsen
oder Zinn, oder auch von Cadmium herrühren;y. es erfolgt ein brauner oder schwarzer INiederschlag — dannenthält der Körper entweder kein Arsen, oder neben diesem einanderes mit dunkler Farbe vom Schwefelwasserstoffgas aus sau-ren Flüssigkeiten fällbares Metall,d. Um nun in dem einen oder dem andern der genannten bei-den letzteren Fälle den gelben, braunen oder schwarzen Niederschlagspeciell auf Arsen zu prüfen, **) sammelt man ihn auf ein Filter,
*) Die Eigenschaft der arsenigen Säure, mit Eisenoxyd eine unlöslicheVerbindung einzugehen, hat in neuerer Zeit Veranlassung gegeben, diesenan und für sich im ungelösten Zustande therapeutisch indifferenten Körperals Gegengift bei Arsenihrergiftungen anzuwenden, was sich auch vielseitigals he wählt erwiesen (§ 311).
**) Diese weitere Prüfung ist in der oben beschriebenen umständlichenWeise nur dann nöthig, wenn der durch Schwefelwasserstoff erzeugte Nie-derschlag anders als rein cilrongelb gefärbt ist. Ist aber letzteres der Fall,so reicht es hin, ihn nach dem Aussüssen mit kohlensaurer Ammonialillüs-sigheit zu digeriren. Schwefelarsen wird davon leicht und vollständig auf-gelöst, Schwefelantimon und Sehwcfelzinn werden nur in sehr geringerMenge, Schwefclcadniium gar nicht aufgenommen.