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§. 600.
Bcfchreihung der Eigenfchaften des Effigäthers.
Der reine Effigäther ift eine durchfichtige, voll-kommen ungefärbte Fiüffigkeit von einem fehr durch-dringenden, angenehmen, erquickenden, dem desRheinweines nicht unähnlichen Gerüche, und von ei-nem kühlenden, erquickenden, etwas eigen gewürz-haften Gefchmack. Seine Eigenfchwere ift in ganzwafferfreyem Zuftande 0,821, und in gewöhnlich rei-nem Zuftande 0,840— o,85o. Er ift fehrflüchtig, dochnicht fo flüchtig, als die andern Aetherarten, undkommt erft bey 56° Reaumur zum Sieden. BeymVerdunften bewirkt er beträchtliche Kälte. Etbrennt mit einer blaugelben Flamme unter Entwi-ckelung von effigfauren Dämpfen und rufsenderFlamme, etwas Effigfä'ure hmterlaffend. In 7 Thei-len Waffer ift er auf löslich } und mit den ä'therifchenOelen und Weingeift ift er in allen Verhältnifieiivereiubar. Mit 3 Theilen des letztern bildet er denEffigätherweingeift. Mit Salpeterfäure deftillirt lie-fert er Effigfäure und Salpeteräther, und mitSchwe-felfä'ure SchwefeJäther und Effigfäure. Uebrigensverhält er fich gegen Wachs, fette Oele, Fette, Co-pal, Bernftein, Seife, Kampher, Pflanzenharze,Caoutfchuck, Gallenfteine, Phosphor und andereStoffe rückfichtlich ihrer Auflöfung fal't wie derSchwefeläther., In Berührung mit fauerftoffhaltigerLuft zeigt er fich eben fo unveränderlich, wie derSchwefeläther, fo dafs er mehrere Jahre, ohne fauera> werden, aufbewahrt werden kann.
Mm 2.