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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1956
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Rimlen.

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Cortex Cassiae indicae s. Caasia imlica s. Cassia kn-kania. Unter diesem Namen beschrieben die Herren Martiny einein einer alten Apotheke gefundene Drogue, bestehend in 310Zoll langen, 13 Linien dicken, theils rinnen-, theüs röhren-förmigen, flachen oder etwas eingebogene!! % 1 Zoll breiten Rin-denstücken, die nur aus Corticalsubstenz und Bastschicht bestehen,von dunkelbraunrother, der China nova ähnlicher Farbe. Obgleichdie Rinde schon sehr alt war, so konnten die gedachten Herrendoch noch ihren reichen Gehalt an ätherischem Oele deutlich wahr-nehmen; den Geruch derselben vergleichen sie mit einem Gemischevon Sassafras und Piment; den sehr feurig gewürzhaften Geschmackfanden sie anfänglich entfernt Sassafras- und nelkenartig, dannaber pimentartig und brennend, zugleich etwas schleimig'. Derwässerige Auszug war so schleimig, dafs er durch kein Filter ging,sondern colirt werden mufste^ wodurch sich die Drogue der CortexMalabatbri nähert.

Cortex Chabadschu.- Eine nach Göbel aus Persien stam-mende, rothbraune, geruchlose, sehr schwach adsfringirend sehmek-kende Wurzelrinde, aus welcher der Weingeist den Farbstoff aus-zieht Die Wurzel wird mit Wachs und Oei zu Pflastern gekocht *).

Cortex Cliiaae Pitoyae. Man hielt diese Rinde für iden-tisch mit dem Cortex Chinae Teeamez, daher beide auch oben (p.931.) als synonym angegeben wurden. Nach den kürzlich bekanntgewordenen Untersuchungen von P. IVIuratori scheint es jedoch, alsob beide Rinden wesentlich verschieden seyen , und die Pitoya voneiner wahren Cinchona abstamme. iVTuratori gibt folgende Be-schreibung von derselben. Es sind etwas gerollte, ungefähr 6 Li-nien dicke, harte, holzige, zerbrechliche Stücke, von aufsen miteiner weifsgelben, glänzendweifs geileckten, feinen, hie und da ei-nige Querrnnzeln zeigenden Oberhaut bedeckt, innen röthlichgelb,von biiterm, etwas adstringirendem Geschmack, etwas eigenthüm-lichem Gerüche und glattem Bruche. Das Pulver war blafs rost-gelb, das noch heifse Decoct trübe und rothgelb, nach dem Erkal-ten blässer, milchig, anfserordentlich bitter. In 12 Unzen der Rindefand M. Chinin 17 Gran, Cinchonin 1 Drachme 20 Gran, beson-deres Alkaloid 18 Gran, Gerbstoff 3 Drachmen 24 Gran, Chinarothin Alkohol löslich 9 Drachmen, desgleichen in Salzsäure löslich 36Gran, desgleichen in kohlensaurem Kali löslich 3 Unzen, China-säure 8 Gran, Chinasäuren Kalk 1 Drachme, Gummi 7 Drachmen,Holzfaser 6 Uuzen 1 Drachme 21 Gran. Chinin und Cinchoninfinden sich in der Rinde als saure Chinasäure oder gerbsaure Salze,die schon durch Wasser ausziehbar sind, was ein wesentlicher Vor-

*) Reise in die Steppen des südlichen RufsUnds, unternommen von Fr. Göbel,Prof. zu Dorpat, in Begleitung der Herren Dr. C. Claus u. A. Bergmann.Dorpat i832. 1 Theile 4. Im 2. B.inde befinden sich Nachrichten von meh-reren Arxneiwaaren; einen Auszug Cndet man in dem phartiiaceul. Central-blatt i83§ pag 392,