1876
Malvaceae.
samkömern Parenchym und Wasser 130, Schleim oderGummi 90, eiweifsartige Materie 14, fixes flüssiges Oel,feste Materie, riechender Körper, gefärbtes Harz, zusammen16 (_2ö0). Journal de Pharm. Juiilet 1834. p. 381 — 39t.
Anwendung. Man gebrauchte die Bisamkörner sonst als stärkendes undreizendes Mittel, sie sind noch immer in ziemlich hohem Preise, da sie mit Er-folg als Surrogat des Moschus und der Ambra in Parfümerien , wohl auch umStoffe vor Insekten zu schützen, benutzt werden. Die Araber mischen sie demKaffee bei, wie schon Vesling erinnerte.
Geschichte. Prosper Alpin und Vesling scheinen die ältesten Schrift-steller zu seyn , welche specielle JNachrichten iiber diese Drogue und die Mut-terpflanze derselben lieferten; sie wurde in mehrere deutsche Pharmakopoen auf-genommen und wie die Pharmacopoea Wirtembergica sagt, für ein Aphrodisia-cum gehalten.
Abel m ose h us escülentus Guillcmin et Pero'tet. EfsbarerHibiscus, Okra oder Gombo, Hibiscus escülentus L Eine in Ost- undWestindien einheimische, 3 — 6 Ful's holte, jährige Pflanze, mit aufrech-tem, oben ästigem, rauhem Stengel; herzförmigen, fünflappigen, etwasstumpfen, gezahnten Blattern, einzelnen, seilen- und endständigen, liurzgestielten, grofsen, ausgebreiteten, gelben, malvenartigen Blumen, derenäufsere Kelrhhüllc meistens aus zehn Blättchen besteht. Die Frucht bildeteine aus vielen mehrsaamigen Carpellen bestehende, oval-längliche 2—6Zoll lange, bis 1 Zoll breite, rauhborstige Kapsel, mit herzförmigen Saa-men, welche den Bisamkörnern ähnlich sehen, aber grölser, glatt undgrünlich sind. Die unreifen Früchte werden gekocht als Gemüse genos-sen, sie sind sehr schleimig und angenehm säuerlich. Die Blätter benutztman zu erweichenden (jataplasmen. lieber die Bereitung des sogenanntenGombokai'fee sehe man Pharmaceut. Centralblatt i835. pag. 189.
Gattung Gossypium L. Baumtvolle.
(System. Linn. Monadelphia Polyandria),
Der Kelch ist kurz, becherförmig, stumpf fünfzähnig undvon drei an der Basis verwachsenen, herzförmigen, einge-schnitten gezähnten Hüllblättern umgeben. Der Griffel istdrei- bis (ünfspaltig. Die Kapsel ist drei- bis fünffächerig,öffnet sich mit eben so vielen Klappen und enthält zahlreichevon einer langen Wolle dicht umhüllte Saamen.
Gossypium herbaceum L.
Krautartige Baumwolle, Baumwollenstaude, Kat-tunwolle.
(Blackwell Herb. tab. 357. Plenk plant, med. t. 642. Zenker merkantil. VVaa-renkunde tab. XXX.VIII Gossypium candiduni Hamilton.)
Die gemeine Baumwollenstaude wächst in Ostindien wild,und wird allda, so wie im Orient und andern heifsen oderwärmeren Ländern häufig eultivirt. Es ist eine, je nachKlima und Kulturart ein- oder mehrjährige Pflanze, mit etwaV/t Fufs hohem, ästigem, röthlich und weich behaartem,schwarz punetirtem Stengel und Blattstielen. Die Blätter sindtheils ganz, theils in drei bis fünf Lappen gespalten, zuge-