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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1829
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Biosmeae.

1839

Gattung Barosmu Willdenow. Buccostrauch.

(System. Linn. Penlandria Monogamia.)

Der Kelch ist fünfspaltig- oder fünftheilig; die CoroIIe be-steht aus fünf Blumenblättern. Von den zehn Staubfäden ha-ben fünf Staubbeutel, die übrigen, welche den Blumenblätterngegen über stehen, sind breiter, fast corollinisch und unfrucht-bar. Der einzelne, nach oben schmälere Griffel trägt einesehr kleine fünflappige Narbe. Die Kapsel ist in fünf Fächergetheilt, deren jedes an der Spitze mit einem eignen Fort-satze versehen ist.

Barosma crenata Kunze.Gekerbter Buccostrauch oder Götterduft.

(Diosma crenata L. ducco crenata Romer et Schuttes. Parapetalifera odo-

raiaWendl. Düsseldorf. Samml. Lief. 17. tab. 8. Loddiges botan. cabinet.

tab, 404. Stevenson and Churchill med. Bot, tab. 121.)

Ein auf dem Cap der guten Hoffnung einheimischer 2 5Fufs hoher Strauch, der namentlich auf dem Tafelberge, imSwartland u. s. w. wächst. Die Aeste stehen gegen einan-der über, während die jüngeren Zweige öfters fast quirlför-mig geordnet sind. Die Blätter stehen gegen einander über,sie sind oval-länglich, etwas stumpf, glatt, am Rande ge-sägt, und zwischen den Sögezähnen mit Drüsen besetzt. Dieweifsen Blümchen stehen einzeln, kurz gestielt, in den obernBlattvvinkeln; sie haben einen bis auf die Basis getheiltenKelch mit am Bande weifshäutigen Segmenten; die Blumen-blätter sind länger, oval - länglich, durchscheinend, drüsigund am Rande gewimpert. Die Staubfäden sind unten mitlangen weifsen Haaren, und der stumpf fünfeckige Frucht-knoten an der Spitze mit fünf behaarten, flachen Anhängselnversehen. Die fünflappige, drüsig punktirte Kapsel enthältovale, glänzend schwarze, an einer Seite von einer weifsenLinie durchzogene Saamen.

Officinell sind die Blätter, Buccoblätter: Folia Buccoseu Buccu; sie sind oval-lanzettförmig, zum Theil ver-kehrt-eiförmig, 1 bis V/% Zoll lang, 25 Linien breit, amRande fein und stumpf gesägt; die Kerbzähne mit durchsich-tigen Drüsen besetzt, blafsgrün, glatt, etwas glänzend, zumTheil undeutlich von drei oder fünf Strichen durchzogen, auf«er untern Seite mit erhabenen bräunlichen Drüsen punktirt.Gewöhnlich sind sie mit dünnen viereckigen Stengeln ver-mischt, an denen die Narben der abgebrochenen gegen überstehenden Blattstiele bemerkbar sind. Oberflächlich betrachtetsehen die Buccublätter der alexandrinischen Senna ähnlich;sie haben eine etwas lederartige Consistenz, schmecken stark

Geigers Pharmacie II. 2. (ite Aufl.) 109

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