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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
Entstehung
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1827
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Ha

Diosmeae.

1887

aus Batavia gebracht; sie ist an drei Linien dich, rothbraun, wenig aufge-sprungen an der Epidermis, aufsen fast glatt, innen dicht und weiL's punk-tirt, fein gefasert und brüchig. Von Geschmack ist sie etwas scharf, leichtstiptisch und färbt beim Kauen den Speichel roth. Diese Binde nebst dervon Morinda umbellata liefert das dauerhafte Roth der ostindischen Hais-und Schnupftücher (foulards de l'Inde). Wurzel, Rinde, Blätter undFrü-chte sind sehr bitter und dienen als fieberwidrige Arzneimittel, auchkann aus den Saamen Oel gepreist werden. Man sehe Virey im Journalde Pharm. Avril 1889. P' 221-

Die Gruppen der Ochnaceae Decandolle #} undLimnantheae R. Brown enthalten keine bei uns ge-bräuchliche Arzneipflanzen.

H

Familie: DIOSMEAE Adricn Jussieu.

Diosmeen.

Eine schöne, früher mit den Rutaceen verbundene Pflan-zengruppe, deren Glieder grofsentheils an der Südspitze vonAfrika und in Neuholland, mehrere im tropischen Amerika,aber nur sehr wenige in der gemässigten Zone der nördlichenHemisphäre wohnen. Es sind Sträucher oder kleine Bäum-chen, nur seltner Kräuter, deren Blätter zerstreut oder gegeneinander über stehen, sie haben eine mehr oder weniger flei-schige oder Jederartige Consistenz und sind öfters zusammen-gesetzt, auch dreizahlig oder seltner einzeln und auf der un-tern Seite gewöhnlich mit Harz oder ätherisches Oel enthal-tenden Drüsen besetzt, von denen ihr eigner oft starker,meistens unangenehmer Geruch abhängt. Die Blattansätzemangeln, ai/er an ihrer Stelle finden sich nicht selten Drüsenan der Basis der Blattstiele. Die Blumen sind Zwitter, bis-weilen nur monoclinisch oder polygamisch , bald regelmäfsig,bald unregelmäfsig; sie entwickeln sich gehäuft aus den Blatt-winkeln, einfache Dolden oder Doldentrauben von unregel-mäfsiger Form bildend; einzeln stehen sie bisweilen an derSpitze der Zweige. Der Kelch ist vier- oder fünftheilig, auseben so vielen Blumenblättern, die bald frei, bald verwachsensind und nur selten mangeln, besteht die Corolle. Die Zahlder Staubfäden ist dieselbe oder die doppelte, wie die derBlumenblätter, doch bleiben einige bisweilen unentwickelt, siesitzen gleich der Gerolle auf einer mehr oder weniger ent-wickelten ringförmigen drüsigen Scheibe, welche den Frucht-knoten umgibt. Dieser ist aus fünf oder vier, seltner weniger

*) Zu den Ochnaceen gehört die Gomphia Jabotapita Dec, ein inSüdamerika einheimischer Strauch, dessen Fruchte Aehnlichkeit mit denHeidelbeeren haben. Dureh Auspressen g"ben die Saamen ein Oel, welch«zum Speisen benutzt wird. Martius Pharmakognosie p. 397.

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