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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1823
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Simarubaceae.

bewahren , das in ein Quassiendecoct getaucht und wieder gotrocknet wurde.Büchner stellte mit dem geistigen Extract toxikologische Versuche an, wonachl Gran einem Kaninchen in eine Wunde am Schenkel gelegt, dasselbe hinnen3o Stunden tödtete. Sonach ist die Quassie nicht ganz ohne alle narkotisch-giftige Eigenschaften.

Geschichte. Nach Hallers Zeugnifs besafs der Materialist Seba in Am-sterdam schon iy3o das Quassienholz, welches man einem Baume zuschrieb, derin Amerika Quasci heifse, und bereits soll im Jahre »742 das Quassienholz einganz gemeines Medikament gewesen seyn. Nach Fermin's Angabe waren in Suri-nam schon ungefähr um das Jahr 1714 die Blumen des Quassienbaumes als eingutes Magenmittel hochgeschätzt, später wurde nach ihm das Holz oder auchüie Wurzel, und zwar deren Binde vorzugsweise empfohlen. Dagegen berichteteaher Lione, es habe zuerst der schwedische Beamte in Surinam, Carl GustavDalberg , von einem schwarzen Sclaven INdmens Quassi die Wurzel des Baumsals ein Geheimmittel gegen die bösartigen in Surinam endemischen Fieber ken-nen lernen Damit stimmen im Ganzen die Angaben des Rolandt'r zusammen,welcher 1756 einige Stücke Quassienholz aus Surinam nach Stockholm brachte.So viel ist jedoch immerhin gewifs , dafs diese bittre Drogue erst durch Linne'sDissertation näher bekannt wurde, die er im Jahre 1763 herausgab, und aucherst nach dieser Zeit findet man das Quassienholz allgemein in /Jen Pharmakopoenaufgezeichnet.

Galtung Simaruba Aublet. Simarube.

(System. Linnaean. Monoecia Decandria )

Die Blumen sind getrennten Geschlechtes. Der Kelch istklein, becherförmig, fünfzähnig oder getheilt. Die Coro'Ie be-steht aus fünf längeren, ausgebreiteten Blumenblättern. DieStaubfäden der männlichen Blume sind ungefähr eben so lang,wie die Corolle, sie sitzen um eine Scheibe, an deren Spitzesich oft noch fünf Schuppen befinden (verkümmerte Fruchtkno-ten). In den weiblichen sind fünf auf einer platten zugerun-deten Scheibe sitzende Fruchtknoten, an deren Basis sich zehnkurz behaarte Schuppen (Rudimente der Staubfäden) befinden.Fünf kurze, an ihrer Basis getrennte Griffel vereinigen sichnach oben und endigen in eine breite fiinflappige Narbe. DasGehäuse der Frucht ist aus fünf stelnfruchtaitigen Carpellengebildet.

Simaruba gujanensis Richard.Gujanischer oder wahrer Simarubabaum.

(Simaruba amara Aublet. Quassia Simaruba L. fi 1. Aubiet Hist. des plantes

de la Gujane. Vol. 2. t. 33i. 332. Lamark Ulustrations des genres t. 3. ( 3. fig. 4.

Simaruba Jussiaei Linn. Mat. med. 535. Quassia monoica Schreber in Linn.

Mat. med. Edit. 4 pag. t3o.)

Ein an sandigen Stellen in Cayenne einheimischer 6070Fufs hoher Baum vom Wüchse der Picraena excelsa, mit star-kem Stamme, der in seiner Rinde einen gelblichen bitternSaft enthält. Jeder Blattstiel trägt 10 16 abwechselnd ge-stellte, längliche, stumpfe, oder kurz zugespitzte, auf deruntern Seite weich behaarte Blättchen von etwas dick lederar-tiger Consistenz. Die weifslichen Blumen sind mit spafelför-