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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1783
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Sileneae.

1783

in den Gärten gezogen wird; sie ist ganz glatt, die obern Glieder desStengels klebrig geringelt, die Blatter eiförmig. Die schön rosenrothenBlumen stehen in dichten Büscheln. Dafs diese Pflanze, wie man sagt, stattTausendgüldenkraut eingesammelt wurde, ist schon oben (pag. 033) erin-nert worden.

Cucubalus baeeiferus L. Silene baeeifera Willdenow Lychnan-thus scandens Gmclin Beerentragender Taubenkropf oder Meyer. Indie Decandria Trigynia gehörend. Eine in mehreren Gegenden Deutsch-lands und dem übrigen Europa, in Hecken und Gebüschen wachsende,perennirende Pflanze, mit kriechender, ästig-faseriger Wurzel, sehr lan-gem, cyhndrischem, geknietem, kletterndem , ästigem, rauhhaarigem Sten-gel, gegenüberstehenden sparrigen Zweigen. Die Blätter sind oval-läng-lich, spitz, ganzrandig, gestielt, gegen einanderüberstehend und an derBasis verwachsen, wenig behaart, am Bande scharf; in den WinkelnderBlätter, wie am Ende der Triebe, stehen einzeln die gestielten, überhän-genden, weilsen Blumen, mit glockenförmigem, aufgeblasenem, weich be-haartem Belebe und sweispaltigen, an der Basis der Platte mit Zähnchengekrönten Blumenblättern. Die Frucht ist eine schwarze, beerenartigeKapsel. Officinell war sonst das Braut: Hcrba Cucubali, Viscagi-nis baeeiferi seu Aisines baeeiferae. Es ist geruch- und ge-schmacklos, und wurde ehedem als kühlendes Mittel, so wie gegen Blut-flüsse angewendet.

Gattung Lychm's L. Lichlnelke.

(System Linn. Decandria Pentagynia.)

Der Kelch ist fünfzähnig, nackt; die Corolle besteht ausfünf lang benagelten Blumenblättern. Die Kapsel ist einfä-cherig oder nur bis zur Hälfte in fünf Fächer getrennt; sieöffnet sich an der Spitze mit fünf oder zehn Zähnen.

Lychnis Githago Lamark.

Kornrade, Kornnelke, schwarzer Ackerkümmel,Kornröschen.

{Plenk plant, med. t. 356. Lychnis Agrosternma Sprengel. Agrosternma Gi-thago L. Githago segetum Desfont.)

Die Kornrade ist eine jährige, häufig zwischen dem Ge-treide wachsende Pflanze, mit einfacher, spindelförmiger, fa-seriger , weifslicher Wurzel; zwei bis drei Fufs hohem, ein-fachem oder oben gabelförmig ästigem Stengel, der gleichden übrigen Theilen der Pflanze, mit mehr oder weniger rau-hen Haaren besetzt ist. Die Blätter sind linien-lanzettförmig,fast grasartig, gegeneinander überstehend und an der Basisverwachsen. In den Sommermonaten erscheinen am Endedes Stengels auf langen steifen Stielen die ansehnlichen vio-lettrothen £ selten weifsen) Blumen, deren Kelch weifslichbehaart und die sehr langen, linienförmigen spitzen Segmenteüber die Corolle hinaus reichen. Die Frucht ist eine ovale,vom lederartigen Kelche umgebene, zehnrippige, fünfklappigeKapsel.

Officinell ist die Wurzel, Kraut und Saamen: RadixHerba et Semen Githaginis seu Nigellastri vel