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Theaceae.
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grofser Menge genossen giftige Eigenschaften zeigt. DemGerbestoff verdankt der Thee seinen erfrischenden zusammen-ziehenden Geschmack, soll er aber zu den besseren Sortengehören, so mufs er durch Gummi oder andere Stoffe einge-hüllt seyn. Die besten grünen Sorten enthalten den meistenGerbstoff, dieser nebst dem Gummi ist mehr in dem zweiten,das flüchtige Oel in dem ersten Aufgüsse des Thees. In demschwarzen Thee ist durch den Einflute eines höheren Wär-megrades der Extractivstoff und selbst ein Theil des Gerbe-stolfs in Apothem verwandelt, was bei dem grünen nicht derFall ist #).
Sehr häufig wurde der chinesische Thee mit den Blätternanderer Gewächse verfälscht, wozu insbesondere die von Pru-nus spinosa, Fraxinus excelsior, Glycyrrhiza glabra, Sam-bucus nigra, Crataegus Oxyacantha, Ulmus campestris. PyrusMalus u^ s. w. verwendet wurden, was aber, wie Burnetzeigte, sehr bald durch die Structur dieser Blätter, die frei-lich nur Botanikern zureichend bekannt ist, aus» emittelt wer-den kann. Auch kam es nicht selten vor, dafs man frischenThee mit bereits gebrauchtem vermischt fand; um den fehlen-den Gerbestoff zu ersetzen, wurde Catechu beigemischt, auchnach Umständen Zucker, Syrup, Thon, Campecheholz derFarbe oder des Geschmackes wegen zugesetzt. In Englandexistirt deshalb eine eigne Verordnung, die die Strafen die-ser Betrügerei genau bestimmt, auch sind eigne Thee-schmecker angestellt , die die Güte dieser Drogue gehörigauszumitteln verstehen und sehr ansehnliche Besoldungenziehen **).
Anwendung. Allbekannt ist die in vielen Ländern allgemeine Benutzungdes chinesischen Thees zum täglichen Getränke; es kann aber derselbe zumalbei Personen, die nicht daran gewöhnt sind, auch als Arzneimittel benutzt wer-den, und wirklich wird er eben nicht ganz selten von den Aerzten deshalb verord-net. Chevaüier gab die Vorschrift zu einem Syrupus und ExtractumTheae und noch anderer Präparate Früher war auch ein in China bereitetesTheeExtract im Haßdel. Bergius beschreibt es als eine trockne, feste, schwärzliche,glänzende, sehr brüchige, zerreibliche Masse von nur geringem Theegeruche,aber stiptischem Geschrnacke; zwischen den Zähnen war es btüchig, loste sichleicht auf und färbte den Speichel grün. Mit kochendem Wasser bildete es einegrünbraune Losung von eben nicht angenehmem Gerüche und rauhem stiptischemThongeschmacke. Ein Theeaufgufs soll das Schimmeln der Tinte verhindern,wenn man nur einen Löffel voll des ersten auf eine Pinte Tinte setzt. (Buchner'sRepertor, X1IL p. 52) Aus den Saamen des cultivirten Theestrauches , so wieder verwandten Arten kann mit Vortheil ein brauchbares fettes Oel geprefst wer-den. (Brandes pharm. Zeit. Bd. 12. pag. 207.) Als Surrogate des chinesischenThees ist eine Menge einheimischer Pflanzen versucht worden , ohne jedoch denersten zu verdrängen.
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*) Poggendorf Ansalen XLIII. 16t und 632. Annalen der Pharm. Bdp. 314- Brandes Archiv, 2te Reihe, Bd. i5. p. 68.
'*) öeber Theeverfälschung sehe man auch Brandes pharmaceut. Zeitung Bd. gpag. 3i.