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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1657
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Malpighiaceae.

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gröfsert, und es finden sich besonders die angeführten kör-nerlosen Zellen in gröfserer Anzahl, ihre Wandungen habensich zum Theil verdickt, und sind mit feinen perlenähnlichenTüpfeln versehen. Im 3 oten Jahre der im Gewächshausegezogeneu Korkeiche bekommt die erste Schichte, welcheder Ausdehnung der Rinde nicht mehr folgen kann, Einrisse,und nun geht in der unter ihr liegenden Korkschichte einebedeutende Veränderung vor. Sie zeigt nämlich von nun anein bedeutendes Wachsthum durch Bildung von neuen Schich-ten auf ihrer innern, an die zellige Hülle angrenzenden Seite.

Aus diesen Untersuchungen geht hervor, dafs die zelligeHülle oder das Rindenmark an der Bildung des Korkes durch-aus keinen Antheil hat, auch ist nicht zu übersehen, dafs dieVerdickung der Rinden bei verschiedenen Pflanzen auf demvorherrschenden Wachsthum bald dieser bald jener Schichteberuhen kann. In der Substanz des Korkes von QuercusSuber und Acer canipestre können zweierlei Schichten, diejedoch nicht scharf getrennt sind, unterschieden werden, näm-lich die aus diametral verlängerten, oder ziemlich regelmäs-sigen parenchymatösen Zellen bestehende Hauptmasse der-selben, und die dunkleren, diese Masse in Schichtentrennenden Streifen, welche von ähnlichen, aber in derRichtung von innen nach aufsen sehr verkürzten, also tafel-förmigen Stellen bestehen. Solche tafelförmige Zellenbilden bei Betula alba, nachdem die wahre Epidermis in trock-nen Schilfern abgefallen ist, die glatte Decke der Zweigeund somit die Grundlage der bekannten weifsen Birkenrinde;sie ist also nicht die wahre Epidermis oder Oberhaut, son-dern ein Theil der Korkschichte, die Herren Mohl und Hüt-tenschmidt bezeichnen sie mit dem Namen Rinden haut oderPer i derma.

Bei vielen Holzgewächsen besitzt das Periderma einenbesondern Glanz und grofse Glätte, ist nicht brüchig, wiedas der Buche und Platane, sondern zähe, wie das der Birke,und löst sich in dünnen Blättern ab, die sich am leichtestenin der horizontalen Richtung des Stammes abziehen lassen,wie bei Corylus Avellana, Prunus Cerasus, spinosa, Mahaleb,domestica. Bei diesen Bäumen verhält sich das Peridermamehrere Jahre lang durch Anlagerung neuer Schichten aufseiner innern Seite, und langsame Abblätterung auf der äus-sern Seite glatt, und wird zugleich ziemlich dick, endlichaber reifst es ein und der Stamm erhält nun eine rauhe schup-pige Oberfläche. Diese Schuppen sind dagegen nicht, wiebei der Birke, Folge von Entwicklung der Korksubstanz,sondern sie werden, wie auch bei Platanus, aus der zelligenHülle und der Bastsubstanz selbst gebildet. Sie entstehenaber nicht, wie dieses allgemein von den Pflanzenphysiologenangenommen wird, durch blose Austrocknung und Zerreis-

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