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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1623
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Papaveraceae.

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haltigen Substanzen und Alkalien gegeben werden, weil diese verlegend daraufeinwirken. Ein zweckwidriges Beispiel der Art ist die Tinctura anti sy-philitica Besnardi, wornach eine wafsrige Opiumsoiution mit kohlensauremKali und Amoniak zusammengemischt wird, lieber die officinellen [Morphium-Salze, so wie über andere Präparate aus d«:m Opium aogehörigen Stoffen ist dererste Band nachzusehen.

Geschichte. Hufeland rechnet das Opium zu den Heroen der Heilkunstund nennt es ein grofses, geheimnifsvolles , aufserordentliches, ja in seinen Wir-kungen unbegreifliches Mittel Die Geschichte des Opiums ist ihm die Geschichteder Medtcin selbst! Wenn man zugehen will, dafs Homer unter dem NamenNepenthes das Opium verstand , so mufs man auch annehmen , dafs sein Ge-brauch aus Aegypten stamme. Zu den Zeiten des Hippocrates scheinen es dieAerzte wenig benutzt zu haben, indem in den hippokratischen Schriften wohlhäufig der Saame des Mohns, auch der aus der Pflanze selbst geprefste Saft ,kaum aber das wahre Opium selbst vorkommt. Aber Diocles von Karystus, derkurze Zeit nach Hippocrates lebte, soll es schon benutzt haben, eben so Hera-clides von Tarent Eine specielle Beschreibung der gefährlichen Wirkungsartlieferte Nicander von Rolophon in Jonien, der ung« fähr 2 Jahrhunderte vorunserer Zeilrechnung lebte. Die Bereitungsart des Opiums durch Jncision derMohnköpfe beschreibt Plinius nach den Angaben des Diagoras und Jollas, wor-aus auch ersichtlich ist, dafs schwarzsaamiger Wohn dazu verwendet wurde.Unter dem Namen Meconiura verstand Dioscorides ein aus BUtterti und Kap-seln erhaltenes Präparat, während Alexander Trallianus und Andere unter dem-selben Namen das wahre Opium begriffen Unter dem Namen Diacodionbeschrieb zuerst Themison ein Präparat, das aus frischen MohnkÖpfen mit atti-schein Honig gekocht und zur Confectionsdicke abgeraucht, bereitet wurde.Dioscorides erwähnt Trochi^ci, die man aus grünen Moiuiköpfen zu bereitenwufste. Derselbe redet such von der Verfälschung des Opiums, wozu Gummi,der Saft eines Glaucium und einer Lactuca, ja selbst Feit verwendet wurde,was, wie wir gesehen haben, in den jüngsten Zeilen wieder vorkam. Als daskräftigste und beste Opium rühmt Galen das thehaische, auch erwähnt er h-bisches und selbst spanisches Opium; Avicenna erwähnt das ägyptische, undAelius sowohl asiatisches als griechisches, woraus man sieht, dafs schon sehrfrühe auch in Europa Opium bereitet wurde (Opium achaicum ) Nicht zuübersehen sind die Nachrichten, welche Carcias im 16. Jahrb.. über die Opiuro-sorten mittheilte; für das beste halt er das ägyptische; geringer schwarz undhart seye das aus Adern und von andern Orten am rothen Meere kommende,nicht minder erwähnt er das indische, namentlich das MaWa-Opium ( niaximaex parle in Malt-i colligitur) es sey mehr gelblich und weicher und werde auseiner von der gewöhnlichen Mohnsorte verschiedenen Art bereitet und diene zumEssen. Das Opium ist, wie ein berühmter Geographe sagt, das Bindemittelentgegengesetzter Interessen der beiden grösten Handelsnationen der Erde, derBrillen und Chinesen geworden. Wenn auch gleich in der neuesten Zeit derOpiumverbrauch erst in China und andern südasiatischen Landern so enorm ge*worden ist, so kannte man doch schon längst dasselbe in jenen Gegenden, dennder Portugiese Barhosa bemerkt in seiner 15i9 unternommenen Reise nach In-dien, dafs die Chinesen als Rückfracht aus Indien sehr viel Opium in ihrenJunken mitnähmen. Man vergleiche Ritter Erdkunde von Asien Bd. 4. pag. 853.und Bd. 6 pag 773 —800.

Papavcr Orientale L. Orientalischer Mohn. Eine in Kleinasienund am Caucastis einheimische perrennirende Pflanze, die im Ansehen vieleAehnlichkeit mit Klapperrosen hat, aber viel grölser ist. Die Stengel sindetwa i—2 Fufs hoch, sehr rauh, von abstehenden borstigen Haarenj auch(he herablaufend gefiederten Blatter sind rauh behaart, mit länglichen, ge-sagten Lappen. Die sehr grofsen, brennend scharlachrothen Blumen ste-hen flach ausgebreitet am Ende des Stengels; vor ihrer Entfaltung schliefstsie ein rauhhaariger Kelch ein. Die Kapseln sind verkehrt eiförmig undviel kleiner als die des gemeinen Schlafmohns. Apotheker Cerutti in Cam-burg bereitete Opium aus dieser Pflanze, deren unreife Kapseln mit einer

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