Druckschrift 
Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
Entstehung
Seite
1586
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

1586

Cruciferae.

■

n

B

blätter der blühenden Pflanze sind glatt, eiförmig, zugespitzt,und umfassen mit ihrer tief herzförmigen Basis den Stengel.Die Blumen, welche bedeutend kleiner, als die des gemeinenRepses sind, stehen anfangs in dichten Doidentrauben, diesich aber mit dem Fortblühen allmählig verlängern. Die Kelch-blätter, welche ungefähr eben so lang sind, wie die Staub-fäden, stehen weit von den Blumenblättern entfernt; dieseletzteren sind goldgelb, mit kurzem Nagel und ebener ellip-tischer , stumpfer Platte. Die Fruchtstiele stehen ausgebreitetund tragen die aufrechten rundlichen Schoten, deren Schna-bel viel länger ist, als bei dem gemeinen llepse. Die Saa-men sind rund, glänzend, schwarz, und kleiner als die derBrassica campestris.

Als besondere Formen sind zu unterscheiden:

a) Die Oelrüben oder der Rübenreps, B. Bapaoleifera, wovon es zwei Spielarten gibt, einen Wiuterrüben-reps, Winterlevat QB. campestris Burger3 und einen Som-merrüben - Iteps (B. praecox Decandolle.)

bj Die Gothländische Rübe. Brassica NapusLinnaei. Kerner ökon. Pflanzen tab. 534-.

Officinell ist die Wurzel, Radix Napi, im südli-chen Frankreich wird sie häufig gezogen, seltner in Deutsch-land, man kennt sie unter dem Namen Teltover Rüben, Ber-liner Rüben, Borsfelder oder Braunschweigische Rüben,Baumholder Rüben, Jettinger Rüben, Steckrübe, Märkische,Leinische u. s. w., sie sind länglich, spindelförmig, oder vonder Form des gemeinen Rettigs, aufsen meistens schwärz-lich oder bräunlich, innen weifs, von rübenartigem Gerüche,aber feinem, etwas aromatischem, nufsartigem Öeschmacke.

Gebräuchlich war ferner der Saame. Semen Napi s.Buniadis. Er ist klein, rund, schwarzröthlich, von schar-fem, etwas bitterlichem Geschmacke.

c) Die englische Rübe, oder gemeine weifseRübe. Brassica Rapa Linnaei. B. tuberosa Salisburi. Si-napis tuberosa Poiret, Sinapis Rapa Brotero u. s. w. Black-well Herb. t. 231. Plenk plant, med. t. 527. Guimpel et v.Schlechtendal. t. 283 et 284. Düsseid. Samml. Suppl. 3.t. 22 — 23.

Es gibt davon eine Menge Spielarten, z. B. die flacheRübe (B. Rapa depressa), die gemeinste Form, mit kreis-runder, abgeplatteter Wurzel; die längliche Rübe (B.Rapa oblonga), mit mehr in die Länge gezogener spindelar-tig- rübenfoYmiger Wurzel u. s. w., sonst weichen sie auchin der Farbe, Gröfse u. s. w. ab, wie es denn Rüben gibt,die 30 — 40 Pfund wiegen.

Officinell ist die Wurzel, ehedem auch der Saame:Radix et Semen Rapae sativae. Die Wurzel hat ei-