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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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Cruciferae.

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der Pharm. Bd. »3. p. n3.) wird al« ein vorzügliches antiscorhutisches Mittelverordnet. An Präparaten hatte man sonst Looch Gordoni seu Brassicae ru-brae, Syrupus de Brassica rubra und Gelatina Brassicae rubra e.Der Küchengebrauch der Rohlarten ist bekannt; aus den Saamen einiger Varie-täten des Winterkohls, zumal aus denen des Baumkohles, kann mit Vortheilein fettes Oel gewonnen werden, das dem Repsöle nicht nachsteht.

Geschichte. Schon in den frühesten Zeiten diente der Kohl als Arznei-mittel und wird insbesondere in den hippokratischen Schriften vielfältig ge-nannt, auch scheint man im Alterthume von den ruedicinischen Tugenden des-selben übertriebene Vorstellungen gehabt zu haben. Das Rothkraut war denAlten unbekannt, eben so die Kohlraben oder Kohlrüben, welche vielleicht zu-erst von Julius Caesar Scaliger aus Verona im 16 Jahrhundert erwähnt werden.ISach Amatus Lusitanus stammen sie aus Syrien. Nicht viel früher kannte manin Europa den Blumenkohl; er kam aus der Levante nach Italien und langeverschrieb man die Saamen dazu jährlich aus Cypern, Creta u. s. w., bis manallmählig dahin gelangte, ihn selbst diesseits der Alpen zu eulriviren.

Brassica cainpestris Decandolle.

Feldkohl oder gemeiner Oelreps, Colza der

Franzosen.

(B. Napus Autorum plurimorum , nee Linnaei.)

Eine an vielen Orten Deutschlands, in Belgien, Holland,Frankreich u. s. w. vielfältig eultivirte, im südlichen Europaeinheimische Pflanze. Nach Marschall von Bieberstein wächstsie in der Kriinra bis an den Bosphorus, auch in Sicilien fin-det sie sich an den Rändern der Aecker, namentlich um Pa-lermo; ferner im Neapolitanischen bei Reggio und in Calabrienauf Lehmhügeln u. s. w. Nach Presl ist die Pflanze in Sici-lien einjährig, bei uns kommt sie sowohl zweijährig, als auchals Sommergewächs vor. Der Stengel ist 3 — 3 Fufs hochund sehr ästig. Die Blätter sind seegrün, die untersten leier-formig, in der Jugend auf der untern Seite gewimpert, oderauch nur hie und da mit Härchen besetzt; später werden siealle vollkommen glatt. Die Stengelblätter sind an der Basisherzförmig, umfassen den Stengel und spitze« sich nach vornezu. Die untersten sind zwar gewöhnlich etwas bläulich, aberan trockenen, sandigen Orten kommen sie oft ganz roth vor.(Rother Reps) Die Blumen erscheinen bei uns im April, siebilden eine sehr ausgebreitete, bedeutend verlängerte Rispeund zwar so, dafs die untersten Blumen zuerst, die oberenspäter sich öffnen. Die Kelchblätter sind kahnförmig undstehen halb offen, die Blumenblätter sind goldgelb und klei-ner, als die des gemeinen Kohles, gröfser als bei den weifsenRüben. Die Fruchtstiele stehen von den Zweigen ab, undtragen die gegen 2 l k Zoll lange, etwas zusammengedrückte,kurz geschnäbelte Schote; diese enthält runde, glänzende,bläulichschwarze Saamen,Rübsaamen.

Wie alle Gulturpflanzen, kommt auch diese in verschie-denen Spielarten vor, die sich folgendermaafsen bestimmenlassen:

die etwas gröfser sind, als der