Calophylleae.
1497
Officinell ist das von diesem Baume stammende Bal-samharz, unter dem Namen bourbonisches Takamahak, Ta-camahaca bourbonensis, auch grüner Balsam, Marien-balsam, Balsamum Calaba u. s. w. genannt. Nach Guibourterhält man diese Drogue in Gestalt einer weichen, klebrigeuMasse, die sich allmälig an der Luft verdichtet; sie hat einedunkel bouteillengrüne Farbe und riecht sehr stark salben-artig, welcher Geruch, wenn er an der Luft schwächer ge-worden ist, ziemlich angenehm wird und dem des Foenumgraecum sich nähert. Im kalten Alkohol löst sich diese Ta-kamahaksorte nur unvollkommen, mehr in kochendem, aufdem dann eine fette geschmolzene Substanz schwimmt, diewahrscheinlich eine dem Harze fremdartige ist. Im Aetherlöst sich dieselbe ebenfalls nicht vollständig auf, sondern läfstetwas von einer flockigen Substanz zurück.
In Deutschland scheint diese Substanz jetzt ganz unbe-kannt zu seyn. und auch von ihrer früheren Anwendung sindkaum befriedigende Nachrichten anzutreffen.
Noch ist nicht zu übersehen, dafs über die Droguen,welche die einzelnen Arten von Calophyllum liefern, nochVieles zu berichtigen ist. Hamilton in seinem Commentar desHort, malabaricus bemerkt, dafs der von Rheede als Ponna s.Punna p. 79. tab. 38. aufgenommene Baum und zumal dessenSaamen zwar ein Lampenöl, aber nicht wie die Fooraha einwohlriechendes Harz, gleich dem Tacamaque von der InselBourbon liefere, wovon das Gummi des Punna ganz abweiche.Man sehe Isis 1839. pag. 22.
C alophyllum Calaba L., C. apetalum Willdeno w , C. spuriumChoisy; ein in Travancore in Ostindien einheimischer Baum mit vierecki-gen Zweigen; die Blätter sind umgekehrt-eiförmig, keilartig verschmälert,stumpf und ausgerandet. Die yveifsen Blumen stellen in den Blatt winkelnoder an den Enden der Zweige in schlauen, über die Blätter hinausragendenTrauben, sie haben zwei Relchblättchen und eben so viele Blumenljlätterund hinterlassen ovaie, den Kornclkirschen ähnliche Früchte. Nach Lindleykommt von diesem Baume das wahre ostindische Talamahai.
Calophyllum Calaba Jacquin ist ein in Westindien einheimi-scher Baum mit viel gröfseren Blättern, die Blumentrauben sind kürzerals die Blätter und die Früchte nicht wie bei der vorigen Art länglich,sondern kugelrund. Aus der eingeschnittenen Rinde des Stammes fliefstein Balsam, der getrocknet eine dunkelgrüne Farbe annimmt, angenehmaromatisch, fast citronenartig riecht und auf den Antillen gleich dem Pcru-und Copaivabalsam benutzt wird.
Dritte Seclion der sechsten Unterklasse.Diplocarpae.
Die GeAvächse dieser Abtheilung zeichnen sich von denvorigen durch den Umstand aus, dafs ihre Frucht jederzeit