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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1490 Menispermeae.

Cissampelos Pareira Lamark.Officinelle oder gewöhnliche Grieswurz.

(Plenk plant, med. tab. 723. Düsseldorf. Samml. Lief. 12. tab. a3. CissampelosPareira var. a Linn. *).

Eine in Gebirgsgegenden von Westindien und in Mexikoeinheimische perennirende Schlingpflanze, mit ziemlich hochsteigenden und windenden, glatten, runden Stengeln. DieBlatter stehen abwechselnd und zerstreut; sie sind lang ge-stielt, von verschiedener Form, schildförmig, oval-herzför-mig, nierenförmig oder mehr oder weniger rundlich, stumpf,etwas eingedrückt, kurz stachelspitzig, unten graugelblich,seidenartig, filzig. Die sehr kleinen, grünlichgelben, männ-lichen Blumen bilden achselständige kürze Rispen, währenddie ebenfalls sehr kleinen weiblichen Blumen in büschelarti-gen Aehren stehen und mit kurz stachelspitzigen Nebenblätt-chen versehen sind; sie hinterlassen etwas zusammengedrückterothe, höckerige, behaarte, einsaamige Steinfrüchte.

Officinell ist die Wurzel: Radix Pareirae bravae,Caapeba, Butua, Cipo de Cabras und Erva de N.Senhora der Brasilianer. (Kunze Waarenkunde tab. 13.fig. 1.) Sie kommt in fingersdicken, bis armsdicken, zweiund mehrere Fufs langen, cylindrischen, zum Theil hin undher gebogenen, gefurchten und höckerig-warzigen Stücken,mit fest anliegender dünner Rinde bedeckt, von dunkel grau-brauner Farbe vor. Der innere Theil ist gleichförmig grau-gelblich, holzig, grob porös, so dafs man der Länge nachdurchblasen kann, in mehrere Ringe abgetheilt, geruchlos(der Aufgufs riecht schwach süfslich, süfsholzartig) von an-fangs etwas reizend süfslichem, dann widerlich bitterin Ge-schmacke. Jod färbt die Wurzel schwarz. Der wässerigegoldgelb gefärbte Aufgufs wird von salzsaurem Eisenoxydkaum etwas bräunlich gefärbt, ohne Trübung; später trübter sich; Gallustinctur trübt ihn stark weifslich.

Vorwaltende Bestandtheile. Cissampelin, einestarke Salzbase. Man sehe Wiggers in dem pharmaceuti-schen Centralblatte. 1838. p. 507. Nach Feneulle enthält dieWurzel, Weichharz, gelben bittern Extractivstoff, braunenExtractivstoff, Stärkmehl, thierisch - vegetabilische Materieund mehrere Salze.

Die dicken Wurzeln sind die kräftigsten; sie dürfen nichtwurmstichig seyn. Verwechselt wird sie zuweilen mit der

*) Nach der Ansicht der Herren Sle'rat um! Lens wurden unter dem NamenCissampelos Pareira ganz verschiedene P/lanaen beschrieben , und auf derandern Seite eine und eben dieselbe Pflanze unter verschiedenen Namenverbreitet, so dürften hierher gehören Cissampelos guayaquilensis Uum,b.,C. argentea Ilninh. , G. microcarpa Dec.