Menispermeae.
1481
in Europa mangeln sie ganz; das nördliche Amerika hat de-ren nur wenige, und Sibirien besitzt nur eine einzige Species.Es sind rankende, windende Sträucher ohne Afterblättchen.Die Blätter stehen abwechselnd; sie sind gestielt, öfters ganzund bisweilen von verschiedener Form, selbst an der näm-lichen Pflanze, nicht selten sind sie schildförmig und immerverlängert sich der Mittelnerve in eine etwas hervorstehendeGranne. Die kleinen, oft diclinischen Blumen stehen meistensverschiedenartig geordnet auf ihren in den Biattwinkeln be-findlichen Stielen. Kelch- und Blumenblätter sind an Zahleinander gleich und fallen ab, sie bilden eine oder mehrereReihen und folgen dem Typus der Drei- oder Vierzahl; nurselten mangelt die Corolle ganz. Die Staubfäden der männ-lichen Blumen sind meistens in einen Bündel verwachsen;es sind ihrer so viele als Blumenblätter, denen sie gegen-überstehen, oder es sind ihrer auch weit mehrere. In denweiblichen Blumen befinden sich wenige freie, selten ver-wachsene Fruchtknoten mit ihrem Griffel und Narbe, sie hin-terlassen gewöhnlich beerenartige Steinfrüchte, deren jedeeinen schiefen oder mondartig zusammengedrückten Saamenenthält. Dieser hat gar kein oder nur wenig fleischiges Ei-weifs, einen gekrümmten oder peripherischen Embryo, mitflachen genäherten oder so eigenthümlich ausgebreiteten Co-tyledonen, dafs sie in zwei Grübchen des Saamens liegen.
Galtung. Anamirla Colebrooke, Anamirte.
(Sjstema Linnaei. Dioecia üodecandria.)
Die männlichen Blumen haben sechs Blättchen, diein zwei Reihen stehen, wozu noch aufserhalb zwei kleineNebenblättchen kommen. Die Corolle mangelt. Die Staub-fäden bilden eine centrale, dicke, oben breitere Säule, mitwelcher die zweifächerichen Staubbeutel verwachsen sind;diese öffnen sich horizontal und die ausgebreiteten Fächer nä-hern sich einander an der Spitze. — Die weiblichen Blu-men sind nicht gehörig bekannt; drei Pistille hinterlassen1—3 einsaamige Steinfrüchte. Der Saame ist auf der einenSeite am Nabel tief ausgehöhlt; sein Eiweifs ist fleischig,mit zwei scheinbaren Grübchen, die Cotyledoneu flach, sehrdünne, ausgebreitet, das Würzelchen nach oben gerichtet.