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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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Magnoliaceae.

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den Rinden sind sie mehr aromatisch als bitter, Dahin ge-hören Ulicium, Wintera, Drimys, Tasmannia.

Gattung Liriodendron L. Tulpenbaum.

(Sjstem Linn. Polyandria Poljgynia.)

Der Kelch besteht aus drei abstehenden, etwas concavenBlättern, die glockenförmige Corolle ist aus sechs Blumen-blättern zusammengesetzt. Die zahlreichen Staubfäden habenetwas einwärts gekehrte Staubbeutel. Die zahlreichen Früchtebilden eine gedrängte aus dicht anliegenden flügelartigen Car-pellen zusammengesetzte Aehre.

Liriodendron tulipifera L.Gemeiner Tulpenbaum.

(Plenk plant, med. tab 44.)

Ein ansehnlicher Baum, der in Nordamerika an humus-reichen Orten zwischen dem Champleia-See und dem Con-necticut-Fiufs wild wächst, und bei uns nicht selten zur Zierdein Anlagen gezogen wird. Der schlanke, gerade, ansehn-lich hohe Stamm hat eine braune, an der Basis rissige, anden Zweigen glatte Rinde. Die Blätter sind sehr lang ge-stielt, grofs, zum Theil handlang und eben so breit, dreilap-pig , an der Spitze und Basis breit abgestutzt (folia truncataj,eine eigne ausgezeichnete Form, die an keinem europäischenBaum sich wieder findet. Sie haben vier Ecken, die seiten-ständigen Lappen sind flügelartig ausgebreitet, fast eiförmig,der mittlere vorgezogen, durch einen buchtigen Einschnitt mitden Seitenlappen verbunden, nach vorne breiter werdend,und mit einer flach einwärts gekrümmten Linie abgestutzt,in der Mitte eine sehr kurze Stachelspitze des vorspringen-den Mittelnervs zeigend, oben hochgrün, unten blässer, glatt,etwas steif, fast lederartig. Ober dem Blattstiele sitzen zubeiden Seiten zolllange und längere, stumpf eiförmige, ganz-randige, gelblichgrüne Afterblättchen, welche nach dem Ab-fallen schiefe, erhabene Ringe hinterlassen. Die Blumen er-scheinen abwärts gerichtet einzeln am Ende der Zweige imJuni oder Juli; sie sind schön, grofs, glockenförmig, denTulpen, oder vielmehr den weifsen Seerosen ähnlich, vongelblichgrüner oder röthlichgelber Farbe. Die grofse hell-braune Frucht hat ein zapfenähnliches, schuppiges Ansehen.

Es gibt eine Varietät mit weifsem und eine andere mitgelbem Holze, auch die Biattlappen sind bald stumpfer, baldspitzer und die Blumen bisweilen schmutzig orangegelb, Li-riodendron flavum der Gärtner.

Officinell ist die Rinde: Cortex Tulipiferae; siewird von den jüngeren Zweigen genommen, ist dünne, aufsen