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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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Pomaceae.

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fünfzähnigen Saume. Die CoroIIe besteht aus fünf genageltenBlumenblättern, die auf dem Kelchschlunde eingefügt sind;an derselben Stelle befinden sich von einem drüsigem Hinge,der die Kelchwände bekleidet, getragen, die zahlreichen Staub-fäden. Der aus einem bis fünf CarpeHen gebildete und mitdem Kelche mehr oder weniger dicht verwachsene Frucht-knoten trägt eben so viele Griffel mit ihren Narben und hin-terläfst eine ein- bis fünffächerige Apfelfrucht oder Stein-beere , deren Scheidewände entweder pergamentartig, knor-pelig, oder beinhart und fast holzig sind. Jedes Fach enthälteinen oder zwei, selten mehrere aufsteigende eiweifslose Saa-inen, deren aufrechter Embryo flache oder seltner zusammen-gerollte Cotyledonen, und ein kurzes kegelförmiges Würzel-chen hat.

Gattung Mespilus L. Mispel.

(System. Linn. Icosandria Penlagynia.)

Der Kelchsaum ist fünftheilig, die Corolle besteht aus fünfBlumenblattern. Der Fruchtknoten ist zwei- bis fünfföcher/g,und in jedem derselben befinden sich zwei Eychen. Die Zahlder Griffel stimmt mit der jener Fächer überein, die durchknochenharte Scheidewände getrennt sind. Die Steinbeere istoben breiter und hat eine deutliche Vertiefung fast vom Um-fange der Frucht selbst, sie enthält zwei bis fün! Kerne.

Mespilus germanica L.

Gemeine oder deutsche Mispel, Mespel oderNespel, Wespel.

(Blackwell Herb. tab. 154. Plenk plaut. med. tat. 3q3.)

Die Mespel ist ein kleiner sehr ästiger Baum oder Strauch,der im ganzen südlichen Europa, so wie an mehrere!) OrtenDeutschlands nicht nur wild wächst, sondern auch nicht sel-ten in Gärten und Weinbergen cultivirt wird. Der häufigkrumme Stamm hat eine graubraune Rinde und ausgebreiteteZweige, wovon die jüngeren mit weifsem Filze überzogensind, und zumal im wilden Zustande mit einem Dorne sichendigen. Die Blätter stehen abwechselnd, häufig am Endeder Zweige, in ausgebreiteten Büscheln, sie sind kurz ge-stielt, breit, oval-lanzettförmig, theils klein gesägt, theilsganzrandig, oben dunkelgrün, unten weifslich-filzig. Dieweifsen oder blafsröthlichen Blumen erscheinen im Mai einzelnam Ende der Zweige im Mittelpunkt der Blätterbüschel; siesind kurz gestielt und hinterlassen eine verkehrt-eiförmigrundliche, abgestutzte, weich behaarte, mit dem Kelche ge-krönte, anfangs grüne und röthiiche, dann dunkelgelbe undendlich braune Frucht.