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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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Myrtaceae.

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I

röthlich, selten gelb, niemals blau; sie stehen öfters einzelnin den Blattwinkeln, bisweilen in Afterdolden, in SträufsenQhyrsoidei) , in Aehren u. s. w. Die Kelchröhre ist mit demFruchtknoten verwachsen, der Saum vier- oder funftheiiig.Die Corolle besteht aus eben so viel Blumenblättern, alsKelchsegmente vorhanden sind, mit denen sie alterniren. DieStaubfäden sitzen auf dem Kelche, es sind ihrer noch einmalso viel als Blumenblätter, oder eine viel gröfsere Zahl, diebald frei oder in einen, bisweilen in mehrere Bündel verwach-sen sind. Der vielfächerige Fruchtknoten trägt einen einzel-nen Griffel mit einfacher Narbe; er hinterläfst eine trockneaufspringende, oder eine fleischige Frucht, die gewöhnlichzahlreiche eiweifslose Saatnen enthält, deren Embryo geradeoder gekrümmt ist. die Cotyledonen sind hisweüen fleischig,das Würzelchen gegen den Nabel gerichtet.

Gattung Melaleuca L. Cajeprdbaum.

(System. Linn. Polyadelphia Pdlyatidriä )

Der hemisphärische Kelch hat einen fünftheil/gen abfallen-den Saum; die Corolle besteht aus fünf Blumenblättern. Zahl-reiche Staubfäden mit aufliegenden Staubbeuteln stehen vorden Blumenblättern in fünf lange Bündel vereint. Die mitder verdickten Kelchröhre verwachsenen dreifächerigen viei-saamigen Kapseln enthalten sehr feine eckige Saainen; siebleiben verholzt einige Jahre lang sitzen.

Melaleuca Leucadendron Decandolle.Der schmalblätterige Moluckische Cajeputbaura.

(Rum'pti. Herb. Amboinens 2. p, 72, t. 16. Myrtos- Leucadendron L. fil Mela-leuca Leucadendron lalifolia L. fil. 1YI. Leucadendron Hayne Bd. 10. tab. 9.Düsseid.1 Samml. Sunplem. 3. tab 18. Plenk plant med. tab 581.)

Dieser Baum wächst auf allen Inseln des moluckischenArchipels, an manchen Orten bedeckt er ganze Berge, sodafs in solchen Districten fast kein andrer Baum aufkommenkann. An den Ufern des Meeres wächst er selten, auch aufsehr hohen und kalten Gebirgen kommt er nicht gut fort,sondern vielmehr an sonnigen und warmen Stellen. DerStamm dieses Baums ist so dick wie ein Mann, oder auchnoch viel stärker, und mit einer weichen, fast fingersdickenRinde versehen, die aus zahlreichen sehr feinen Häutchenbesteht, wie bei der Birke; sie lassen sich leicht trennen,sind aber so zart, dafs sie äufserst hicht zerreifsen. Deruntere Theil des Stammes ist immer schwärzlich, wie ver-brannt , und Rumph glaubt in der That, dafs diese Farbe vondem sengenden Einflufs der Sonnenstrahlen herrühre, indemdie Rinde so leicht wie Zunder Feuer fange, aber nicht mitFlamme brenne, sondern nur so lange glimme, bis der Baum