Grossularieae.
1381
trauben anfänglich nur ein Roob Ribium bereiteten, anii erst später <Syrup aus Johannisbeeren einführte.
auch einen
Syrup
Ribe;
ff nun L.
Schwarze Johannistraube, schwarze Johannis-beere. Gichtbeere, Ahlbeere, Pfefferbeere u.s.w.
(Blackwtll Herb. lab. 285. Plenk plant med. tab. 147. Uajne Bd. 3. tab. 26.)
Auch diese Art wächst vorzugsweise im nördlichen Eu-ropa , auf Gebirgen an schattigen feuchten Orten, Camerariusbeobachtete sie im 16. Jahrb.. auf den Gebirgen um Annaberg,sonst findet sie sich auch in der Schweiz, in England, Schwe-den , und zumal in Sibirien häufig an den Rändern der Bächeund in feuchten Waldungen auf Bergen und Voralpen. Zwi-schen Tobolsk und Tomsk soll davon eine Form vorkommen,deren Beeren fast so grofs wie Haselnüsse sind (YVreech).Gleich den rothen Johannt'strauben werden auch von denschwarzen mehrere Varietäten in den Gärten gezogen. Esist ein 4 — 6 Fufs hoher Strauch, mit glatter, dunkelbrauner,an den dünneren Zweigen zum Theil weifslicher Rinde, diemeistens etwas dicker, als bei der vorigen Art ist. Die lang-gestielten Blätter sind etwas gröfser, meistens fünflappig, dieLappen spitzer, mehr sägeartig eingeschnitten , auf der unternSeite mit feinen harzigen Punkten besetzt, die jedoch bei äl-teren Blättern sparsamer sind. Etwas später als bei der rothenJohannistraube erscheinen die röthlichen, innen behaarten Blüm-chen in hängenden Trauben; die Kelche sind glockenförmig,drüsig behaart, die Segmente des Saumes länglich, zurück-geschlagen und die Blumenstielchen mit kurzen pfriemenför-laigen Deckblättchen versehen. Die Beeren sind schwarz,gröfser als die rothen Johannisbeeren, mit Drüsen besetzt, undhaben gleich allen Theilen der Pflanze einen widerlichen wan-zenartigen Geruch.
Officinell sind die Stengel, Blätter und Beeren, Stipi-tes, Folia et Baccac Ribis nigri, Ribesiorum nigrorum. DieStengel werden im Herbst von den jüngeren Zweigen gesam-melt, sie zeigen am stärksten den oben bemerkten Geruch undschmecken etwas widerlich herb adstringirend. Der kalte wäs-serige Aufgufs wird von salzsaurera Eisenoxyd violett verdun-kelt. Die Blätter riechen ähnlich, schmecken herbsäuerlichund reagiren sauer. Der kalte Aufgufs wird auch von Eisen-oxydsalzen verdunkelt. Die Beeren schmecken eigentümlichbalsamisch säuerlichsüfs; manche Menschen lieben sie sehr,während sie andern zuwider sind.
Vorwaltende Bestandteile der Blätter und Stengelsind: ein eigenthümliches flüchtiges Princip und eisenbläuenderGerbestoff. Die Beeren enthalten überdem Schleimzucker,Pflanzensäuren und dunkelvioletten Farbstoff. Ueber diesen
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