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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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Araliaceae.

vorigen verschieden. Aus allem diesem wird der Schlufs ge-zogen , dafs man in China mehrere Sorten von Ginseng habe,und es unmöglich sey zu sagen: diese oder jene sey diewahre %j.

Vorwaltende Bestandteile: sind nicht untersucht,vielleicht Stärkemehl und Zucker u. s. w.

Anwendung. Nach v, Siebold lassen die Chinesischen und JapanischenAerzte selten einen Kranken sterben, ohne ihm noch zuletzt diese kostbareArznei gereicht zu haben.

Geschichte. Man sehe das oben bei Siuni Ninsi p. i3*6 mitgetheilte, daes unmöglich ist, nachzuweisen, unter welchen Verhällnissen die Wurzeln desSium und die Arten von Panax als Arzneimittel eingeführt wurden.

Panax quinquefolius L.

Fünfblätterige Kraftwurz; amerikanischerGinseng.

(Bigelow american medical Botany 2. tab. 29. Barton Vegelable materia medica

of the united states tab. 46. Düsseldorf. Samml. Suppl. 5. lab. i5. fig. A,

Woodw. med. bot. t. 99. Leo Taschenbuch der Arzneipflanzen 2. tab. i38.)

Diese Art wächst in den nordamerikanischen Bergwäldern,von Canada an bis nach Florida; sie ist der vorigen nahe ver-wandt und unterscheidet sich besonders durch die dünnereWurzel, so wie durch die Form der Blätter, die wie über-haupt die ganze Pflanze glatt sind. An der Spitze des Sten-gels befinden sich gewöhnlich drei Blattstiele, deren jeder fünf,fast ungestielte, eiförmige, spitze, sägeartig gezähnte Blätt-chen trägt. Bei P. Schiuseng sind Kelchzähne und Blumen-blätter spitz, bei dieser Art aber beide stumpf.

Officinell ist die Wurzel: Radix Ginseng anieri-cana; sie ist der einzige im Handel verbreitete Ginseng, frischist die Wurzel etwa fingerdick, aufsen graubraun, 2 3 Zolllang, fast cylindrisch, und innen gelblich punktirt. DurchTrocknen schrumpft sie ein, so dafs sie ungefähr federkieldickoder etwas dicker, runzlich, nach oben geringelt ist und gegendie untere Spitzen häufig in zwei gabelförmige, S 4 Linienlange Spitze sich endigt. Frisch hat sie einen starken aroma-tischen Geruch, der durch Trocknen zum Theil vergeht; der

*)*Loureiro konnte in China nur eine Abbildung der Ginsengpflanze erhallen,die er folgendermafsen beschreibt. Planta videtur foliis quinatis, petiolislongis sparsis foliolis lato-lanceolalis integerrimis. Flos rubescens, utnbellaterminal!. Fructus continet 7 8 semina subrotunda umbilicala grano pi-peris parum majora, fusca, substanliae corneae. Tjebrigens versichert ernach eigner Erfahrung, der chinesische Ginseng weiche in der Wirkung«ehr vom canadischen ab, daher dieser nicht so theuer verkauft werde,wie jener, auch könnten schon der Form nach erfahrne Aerzte und Kauf-leute damit nicht hintergangen werden. Sium Siinsl sey eine ginz ver-»chiedene, garnicht kostbare Pflanze. Flor, cochinch. 2. p. 807.