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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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Umbelliferae.

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Waarenkunde tab. 37. fig. 1.); oben ist sie etwa von derDicke eines Fingers, öfters dünner, bis 2 Fufs lang undlänger. Durch Trocknen schrumpft sie sehr zusammen, wirdrunzlich und hie und da geringelt; aufsen ist sie graubraun,innen gelblich, aber mit einem hellen, faserigen Schopf be-setzt; ihre Substanz ist markig, zieht leicht Feuchtigkeit anund wird dann weich und zähe; sie ist fast geruchlos undhat einen süfslich- schleimigen Geschmack.

Vorwaltende Bestandtheile sind: SchleimzuckerundSchleim.

Anwendung, Man gibt die sonst häufiger gebrauchte Wurzel in Abko-chung , als ein diuretisches und stimulirendes Mittel. Als Präparat baue mandie überzuckerte Wurzel, Radix Eryngii condita; sie gehört zu den fünfkleinen eröffnenden Wurzeln. Die jungen Wurzelsprossen Können als Salat, unddie frischen Wurzeln als ein nahrhaftes Gemüse genossen werden.

Geschichte. DasEryngium der alten griechischen und römischen Aerzte istE planum L., allein an die Stelle der südlichen Art trat diesseits der Alpen die amgemeinsten wachsende Species, auch ist wohl anzunehmen, dafs sämrutlicbe Arten die-ser Gattung verwandte Heilkräfte besitzen mögen. In den jüngsten Zeiten rühmteder Amtsphysicus Dr. Groh zu INossen den Mannstreu wieder als ein schätzbaresMittel in der Wassersucht.

Eryngium maritim um L. Meer- Mannstreu, blaue Meerwurzelwächst an sandigen Stellen an den südlichen und nördlichen SeeküstenDeutschlands und ist an seinen schönen amethysthlauen Blumen, so wiean den meistens dreilappigcn Segmenten der Hüllen unter dem Blumen-köpfchen leicht zu erkennen. Officinell war sonst die Wurzel, RadixEryngii maritimi ; sie ist lang, mit vielen Ausläulern versehen undhat ähnliche Eigenschaften wie die vorige.

Ery ngium foe tidum L. Stinkende Mannstreu, in Florida, West-indien und Südamerika einheimisch ; mit lanzettförmigen, etwas stumpfen,am Grunde verschmälerten, dornig gezähnten Wurzelblättern; die ober-sten sind sitzend und bandförmig getheilt; die Blumenköpfchen sind cylin-drisch und viel kürzer, als die lanzettförmigen, dornig gezähnten Hüllen.Die ganze Pflanze hat einen sehr widrigen, den frischen Coriandcrblätternähnlichen Geruch, Officinell war sonst das Kraut: Herba Eryngiiamericani foetidi; es soll harntreibend, abführend u. s. w. wirken,und wird als Antidotum gegen Schlangengift gerühmt.

Er) ngium aquaticum L. oder E ) ticcaefoltum Mich aux. Was-ser-Mannstreu; in den südlichen Gegenden des nordamerikanischen Frei-staates an nassen Stellen einheimisch. Die Blätter sind breit-linienförmig,von parallelen Herven durchzogen, am Bande gesvimpert und sparsam mitdornigen Zähnen besetzt; die untersten sind fast schwertförmig, die ober-sten mehr lanzettförmig und gezähnt. Unter den weii'sen kugelrunden Bin-menköpfchen stehen ganz kurze ganzrandige Hüllen. Die Wurzel: Ra-dix Eryngii aquatici, wird der Radix Contraycrvae gleich geachtet,

Gattung Sanicula L. Sanickel.

Die Blümchen sind polygamisch, der Saum des Kelcheshat fünf blattartige Segmente. Die Blumenblätter stehen auf-gerichtet, zusammengeneigt, sie sind umgekehrt-eiförmig,ausgerandet und mit einem vorspringenden Läppchen von derLänge des Blumenblattes versehen. Die Früchte sind rund-lich , dicht mit hakenförmigen Haaren bedeckt und öffnen sich

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