Druckschrift 
Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
Entstehung
Seite
1265
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Moringeae.

1265

Familie: MORINGEAE R. Rrown.

M

Eine kleine Gruppe tropischer Bäume, die früher zu denLeguminosen gezählt wurden. Die Biätter stehen zerstreut,und sind ungleich, doppelt oder dreifach gefiedert. Die nurweniger unregelinäfsigen Zwitterblumen stehen in trauben-artigen Rispen. Der "Kelch ist fünftheilig, auf der Basis des-selben steht eine gleiche Zahl mit den Kelcbsegmenten ab-wechselnde Blumenblätter, wovon das oberste aufwärts ge-richtet ist. Von den zehn ungleichen Staubfäden sind biswei-len fünf unfruchtbar. Der einfächeriche Fruchtknoten trägteinen fadenförmigen spitzen Griffel und hinterläfst eine sehrlange dreiseitige, mit drei lederartigen Klappen sich öffnendeFrucht, die ihre zahlreichen, meistens geflügelte Saamen inGruben dieser Klappen halb eingesenkt einreihig enthält.Diese Saamen sind eiweifslos und haben einen Embryo mitsehr dicken öligen , beim Keimen in der Erde bleibenden Co-tyledonen und einem nach oben gerichteten Würzelchen.

Gattung Moringa Burmunn. Moringa.

(Sjstem. Linnaeanuni. Decandria Monogynia.)

Die Merkmale der Gattung sind mit denen der Familieüb ereinstimine nd.

Moringa pterygosperma Gärtner.Flügelsaamige Moringa, Behennufsbaum.

(Rheede hört, malabar. 6. tab. u. Rumph Amboin. 1. t. 74 ?5. Plenk plant.

med. t. 328. ßlackwell Herb. tab. 386. Moringa oleifera Lamari M. Zei-

lanica Pers. Guilandiiia Moringa L. Hjperanthera Moringa Vahl.)

Ein in Ostindien einheimischer und vielfach daselbst, sowie nun auch im tropischen Amerika eultivirter Baum vonmittlerer Höhe und brauner oder schwärzlicher Rinde. DieBlätter sind zwei- bis dreimal gefiedert, und jeder Blattstielträgt 59 eiförmige, ungleiche, glatte, gestielte Blättchen.Die Blumen sind weifslich, zum Theif getrennten Geschlech-tes, sie stehen in Rispen an der Spitze der Aeste auf haari-gen, mit Nebenblättchen versehenen Blumenstielen. DieFrucht ist fufslang und darüber, stumpf dreieckig, fingerdick.

Officinell sind die Saamen, Behennüsse, Oelnüsse,Nuces Behen, Glandes unguentariae Balani my-repsicae seu myristicae. Es sind stumpf dreieckige,rundlich eiförmige nufsartige Saamen, von der Gröfse einerHaseinufs oder kleiner, aufsen mit einer weifsgelblichen oderhellgrauen glanzlosen, holzigen zerbrechlichen Schale umge-

Geigers Pharmacie II. 7.. (ilc Aufl.) 80

'