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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1261
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Rhamneae.

1861

Rhainnus Frangula L.

Glatter Wegdorn, Faulbaum, Hundsbaum, Za-pfenholz, Spillbaum, Schiesbeere, schwarzeErle u. s. w.

(Plenk plant, med. tab. 141. Hayne Bd. 5. tab. 44. Diisseld. Samml. Liefer. ö.Blackwell Herb. lab. 172)

Ein häufig in feuchten Gebüschen, in Wäldern, an Bä-chen wachsender, 515 Fufs hoher, dornenloser Strauch,der bisweilen auch zu einem an 20 Fufs hohen Baum heran-wächst; die Rinde ist hell oder dunkel graubräunlich, zumTheil mit weifslichen Punkten gefleckt, glatt und glanzlos,an jungen Zweigen grünlich und mit kurzen röthlichen Här-chen besetzt. Die Blätter stehen abwechselnd, sie sind ge-stielt, 23 Zoll lang, ovallänglich, spitz, stark geädert,ganzrandig, die jüngeren fein behaart, die älteren glatt undglänzend. Die kleinen weifslichgrünen Zwitterblüthen er-scheinen im Mai und Juni, auch findet man nicht selten imSpätjahre Blumen und reife Früchte an demselben Strauche;sie entwickeln sich in den Blattwinkeln, hängen etwas überund enthalten in der Regel fünf Staubfäden, womit auch dieZahl der Blumenblätter und Kelchabschnitte übereinstimmt.Die Früchte sind fast erbsengrofs, sehr lange roth, dann dun-kelbraun, fast schwarz.

Officinell ist die innere Rinde, ehedem auch die Bee-ren Cortex interior et Baccae Frangulae seu Alnin i g r a e. Die innere Rinde ist gelb gefärbt, zum Theil etwasgrünlich; sie hat frisch einen höchst widerlichen Geruch, bit-teren Geschmack, und färbt beim Kauen den Speichel gelb.Der wäfsrige Aufgufs wird durch salzsaures Eisenoxyd kaumverdunkelt, aber in hellgrauen Flocken gefällt. Die Beerenschmecken fade süfslich und wirken gleich der Rinde heftigpurgirend und Brechen erregend.

Vorwaltende Bestandtheile. Bitterer drastischerExtractivstoflf und ätherisches Oel.

Anwendung. Ehedem wurde zumal die frische Binde, seltner die Beerenverordnet. Gegen Hautausschläge benutzte man ein Unguentum Frangulae. DieSaaruen können auf Oel benutzt werden, und das Holz gibt eirie vorzüglicheKohle zu Schiefspulver.

Geschichte Die Faulbaumrinde wurde im Mittelalter zumal von deut-schen Aerzten eingeführt, sie diente hauptsächlich als Surrogat der damals sehrtheuren Rhabarber , weshalb sie auch Fehr unter dem Namen Rhabarbarum Ple«bejorum anführt.

Gattung Zizyphus Tournefort. Judendorn.

(System, Linn. Pentandria Monogynia.)

Der Kelch ist flach fünfspaltig, die Corolle besteht ausfünf nach aufsen umgeschlagenen Blumenblättern. Der Frucht-