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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1257
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Rhainneae.

1857

Familie: RHAMNEAE Jussieu.Rhamneen.

Die Rhamneen sind fast über die ganze Erde verbreitet,so dafs sie nur in den nördlichsten und kältesten Gegendenmangeln; reichlich finden sie sich in den Ländern am mittel-ländischen Meere, so wie in den wärmeren Theilen der ge-mäfsigten Zone in Amerika, auch im südlichen Afrika, wiein Neuholland und in Indien mangeln sie nicht, doch sindmehrere Gattungen nur auf einzelne Localitäten beschränkt.Durchgängig sind es (nicht selten mit Dornen versehene)Bäume und Sträucher, mit einfachen, gewöhnlich alterniren-den Blättern, zu denen noch Afterblättchen kommen. DieBlumen sind Zwitter, seltner getrennten Geschlechtes, kleinund unansehnlich, sie entwickeln sich einzeln oder in Bü-scheln, in Dolden oder Afterdolden am Ende der Zweigeoder aus den Blattwinkeln. Der einblätterige Kelch ist in4 5 Segmente gespalten; die Corolle (welche bisweilenfehlt) besteht aus einer gleichen Zahl im Kelchschlunde oderam Rande einer Scheibe £ViscusJ befestigter Blumenblätter,die helmförmig, hohl oder an beiden Seiten nach innen um-geschlagen sind. Die Staubfäden stehen an derselben Stelle,wie die Blumenblätter, und kommen auch der Zahl nach mitihnen überein. Der Fruchtknoten ist entweder frei, oder mehroder weniger mit dem Kelche verwachsen, er trägt eineneinfachen oder zwei- bis dreispaltigen Griffel mit einfacherNarbe ; die Gattungen mit ungeteiltem Griffel dagegen habeneine zwei- oder dreilappige Narbe. Die Frucht ist entwederfleischig, nicht aufspringend, oder trocken und trennt sich indrei Karpellen. Jedes Fach enthält einen einzigen aufrechtenSaamen, dessen rindenartiger oder häutiger Ueberzug vonder Nabellinie QRaphe) durchzogen ist; das dicke fleischigeEiweifs umgibt den Embryo, dessen Cotyledonen flach undgrofs, das kurze Würzelchen nach unten gekehrt ist.

Gattung Rhamnus L. Wegdorn.

(System. Linn. Pentandria Monogynia.)

Die Blumen sind Zwitter (bisweilen diclinisch), der Kelchist frei, und dessen Saum in 4 5 Segmente gespalten.Die Corolle besteht aus 4 5 sehr kleinen ausgerandetenBlumenblättern, bisweilen mangelt sie ganz. Staubgefäfsesind 45 vorhanden; der Fruchtknoten trägt einen drei-bis vierspaltigen Griffel und hinterläfst eine fleischige, beeren-förmige, zwei- bis vier fächerige Frucht, mit eben so viele»knorpeligen Nüfschen.